f Sankt Oberholz Blog

  1. Falko Hennig: BriefkastenhÀuser

    BriefkastenhausAm Dienstag 09. September um 19.15 Uhr öffnet das St. Oberholz IfaB (Institut fĂŒr angewandte Bildung) seine Pforten fĂŒr eine erste Weiterbildungsmaßnahme unseres Gastdozenten Falko Hennig:

    “BriefkastenhĂ€user in Brandenburg, Deutschland, Europa und der Welt unter besonderer BerĂŒcksichtigung der Region Sao Paulo und Santos, Brasilien. Ein Beitrag zur Ethnologie und Kommunikationswissenschaft.”

    Falko Hennig ist aufgewachsen im idyllischen Rangsdorf sĂŒdlich von Berlin, wo er schon als Kind verschiedene BriefkastenhĂ€user bemerkte, die besonders liebevoll in Kleinserie gefertigt waren. Seit Jahrzehnten dokumentiert er diese Art von Volkskunst nicht nur in Rangsdorf, sondern auch in der weiteren Umgebung wie jĂŒngst in Brasilien. Mit Lichtbildern aus vielen LĂ€ndern ist er inzwischen die weltweit fĂŒhrende AutoritĂ€t fĂŒr BriefkastenhĂ€user und fĂŒhrt in einem Vortrag in dieses Spezialgebiet der Ethnologie ein.

    Besonderes Augenmerk wird auf die aus diesem PhÀnomen abzuleitenden MarketingansÀtze gelegt werden.

    Karten sind fĂŒr 8,00 € kĂ€uflich zu erwerben bei Eventbrite.
    FĂŒr Mitglieder des St.Oberholz Coworking ist das Seminar kostenfrei. Bitte fragt nach dem Eventbrite Code.

    Festes Schuhwerk wird nicht benötigt.

    FĂŒr Mitglieder des St.Oberholz Coworking ist das Seminar kostenfrei. Bitte fragt nach dem Eventbrite Code.

    Festes Schuhwerk wird nicht benötigt


    1. Institut fĂŒr angewandte Bildung

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      Das GrĂŒnden von Unternehmen ist ein kreativer und komplexer Vorgang. Auf dem Mutterboden des St. Oberholz findet stĂ€ndig Wissensaustausch statt. Meist informell, einfach nur von Tischnachbar zu Tischnachbar im CafĂ©. Manchmal spezifisch, Fachwissen, von Coworker zu Coworker, gezielt angefragt, um die Expertise des Anderen wissend.

      Cooles Wissen, technisches Wissen, spirituelles Wissen, kulturelles Wissen.

      Dieser Stimmung geschuldet, wollen wir dem informellen Wissensstrom eine institutionalisierte BĂŒhne geben, mit der neuen Veranstaltungsreihe “St. Oberholz Institut fĂŒr angewandte Bildung”.

      Unkonventionelles Fachwissen, wie “BriefkastenhĂ€user in Brandenburg, Deutschland, Europa und der Welt”, “Hedonistischer Widerstand” und “Utopian Economics” oder “Das Micro-Payment-Potential von Bitcoin”, werden in verschiedenen Formaten abgebildet: VortrĂ€ge, Workshops, Brandreden, Interviews. Exkursionen werden auch dabei sein.

      Die Spezialisten kommen aus dem St. Oberholz Umfeld. Die Abendveranstaltungen in deutscher und englischer Sprache sind öffentlich zugĂ€nglich. FĂŒr Member des Coworking ist der Eintritt frei.

      Die Auftaktveranstaltung findet am 09. September statt.

      Wir freuen uns drauf – es wird wild werden!


      1. Bob Rutman live

        Bob-Rutman-290x290Unser aller Stammgast, Bob Rutman, wird am Vorabend des Torstraßenfestivals ein kleines spezielles Konzert im St. Oberholz geben.

        Er tritt Solo auf und bearbeitet eines seiner selbstgebauten Steel-Cellos. Vielleicht baut er auch das Zischen der Milchschaumlanze in seinen Sound ein.

        Wir freuen uns außerordentlich darĂŒber und laden Euch alle herzlich ein.

        Bob Rutman live im St. Oberholz
        Freitag 29. August 20:00 Uhr
        Der Eintritt ist frei.


        1. Torstrassenfestival 2014

          TSFAm 30.08. findet das 4.TSF statt. Die BĂŒhne im St. Oberholz wird diesmal vom Berlin Community Radio bestĂŒckt und verspricht ein spannendes Line-Up mit Bass Gang, Alis, Magic Island & mehr.
          Vor zwei Jahren haben die Orsons das Festival im St. Oberholz fast gesprengt:

          Die Orsons – Das Chaos und Die Ordnung

          Karten sind online hier und im St. Oberholz erhÀltlich.


          1. Nichtlesung

            band11

            Seitdem Michael Bukowski 2004 seine bahnbrechende Entdeckung zum eigentlichen Urzustand des Menschen machte, das Nichtlesen, begann er 2005 mit der Veröffentlichung seines Mammutwerkes LektĂŒre fĂŒr Nichtleser, das wir als St. Oberholz Verlagsanstalt seit dem achten Band begleiten dĂŒrfen.

            Nachdem die Herausgabe der JubilÀumsausgabe Band 10, und der offizielle Zirkelschluss seiner These mit der legendÀren Veranstaltung 5 Jahre, 10 BÀnde, 0 Sinn, mit vielen StargÀsten aus der Nichtliteratur im November 2010 eigentlich ein rundes Ende gefunden hatte, sowie sich alle Beteiligten einig waren, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist, nun das: Nichtlesung zur Veröffentlichung von Band 11(!), Warten auf Andrea.

            Von der Öffentlichkeit völlig unbemerkt und hinter dem RĂŒcken seines Verlages widmete sich Bukowski weitere vier Jahre in aller Stille obsessiv der FortfĂŒhrung seiner Theorie, um die endgĂŒltige Quintessenz des Nichtlesens ein fĂŒr alle mal auf 232 Seiten festzuhalten. Gemeinsam mit seinem Verleger (nachdem dieser seinen Schock ĂŒberwunden hatte und ein ZerwĂŒrfnis abgewendet werden konnte) entwickelte er zudem ein völlig neues Literaturveranstaltungsformat, die Nichtlesung. (mehr…)


            1. Humankapital

              christoph

              Christoph RĂ€thke

              Was machen Sie eigentlich grad?
              In der Berlin Startup Academy finden heute Workshops zum Thema “Technologie und MVP” statt. Außerdem ist ein junger Videofilmer bei uns, der die BSA-Startups filmt. Und ich muß das Kunden-Anschreiben eines jener Startups, Videoly.co, ĂŒberarbeiten, damit das nicht jeder EmpfĂ€nger gleich in den Spam-Ordner wirft.

              Glauben Sie? Wenn ja, an was?
              An Kurt Tucholsky, an Borussia Mönchengladbach, an den christlichen Gott, an den Heavy Metal, an Autos der Firma Jaguar, an das Gute im Menschen, an Kultur und Tradition, an die positive Wirkung von Alkohol und Drogen – eigentlich an fast alles.

              Was ist Ihr Beruf?
              GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Berlin Startup Academy.

              Was ist Ihre Berufung?
              Manche sagen: Autor oder Schriftsteller. Andere sagen: SchaumschlĂ€ger. Ich dagegen glaube fast: Lehrer, wie meine Eltern – aber halt in der Startup-Branche. (mehr…)


              1. Übernahme

                uebernahme

                Gestern wurde eine Rechnung vergessen. Jan-Niklas K. hat sie an Maxime L.P. ausgestellt. Die aufgefĂŒhrten Positionen sind GegenstĂ€nde aus einer Wohnung am LĂŒtzowufer in Berlin. Hochbett, Waschmaschine, Gefrierschrank, Schreibtisch, TV-Schrank, Glastisch und Rundtisch. Zweihundert Euro wurden bereits angezahlt, dreihundert Euro soll Maxime L.P. bis zum 06.07.2014 an die angegebene Bankverbindung ĂŒberweisen.

                Man sieht die kleine gemĂŒtliche Wohnung förmlich vor sich. Im TV-Schrank klafft ein dunkles Loch, da Jan-Niklas den Fernseher mit in seine neue Wohnung genommen hat.

                Bitte bei der nĂ€chsten Rechnung darauf achten, dass die vollstĂ€ndigen Anschriften sowohl des Rechnungsstellers als auch des RechnungsempfĂ€ngers aufgefĂŒhrt sind, da das Dokument sonst strenggenommen keine steuerrelevante GĂŒltigkeit hat.


                1. Startup Grind Berlin

                  Startup Grind

                  Am nĂ€chsten Dienstag ist Andreas ThĂŒmmler, GrĂŒnder & CEO der Corporate Finance Partners (CFP), in unserem Apartment beim Startup Grind Berlin zu Besuch. CFP hat in den letzten Jahren einige der wichtigsten Transaktionen der Tech Szene begleitet, u.a. Brands4friends, DailyDeal, Jamba, Qype, Xing und Zanox. Unser Lieblingsmoderator Christoph RĂ€thke wird ihm dazu auf den Zahn fĂŒhlen. Außerdem gibt es Drinks und Fingerfood und den schönsten Blick ĂŒber die DĂ€cher des Rosenthaler Platzes.

                  Hier geht’s zu den Tickets.


                  1. Humankapital

                    kerstin

                    Kerstin Bock

                    Was machen Sie eigentlich grad?
                    Gerade, gerade? Mal wieder unvernĂŒnftiger Weise am Schreibtisch statt in Ruhe frĂŒhstĂŒcken und parallel Emails beantworten.
                    Anders gesagt: Events organisieren und kommunizieren und internationalen Firmen den Weg in Deutschland ebnen.

                    Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                    An Freundschaft. Und, dass sie Berge versetzen kann. Aber auch nur, wenn man darin investiert.

                    Was ist Ihr Beruf? (mehr…)


                    1. 2013 gelernt

                      2013_gelerntGestern wurde ein Notizbuch vergessen. Es besitzt das Grundformat DIN A5, einen Umschlag aus ungestrichenem schwarzem Karton, 32 Seiten Inhalt, von denen acht Seiten beschrieben und zwei Seiten herausgerissen wurden. Es befindet sich in einem guten Allgemeinzustand. Am Preisschild lĂ€sst sich erkennen, dass es in Frankreich gekauft wurde. Auf den ersten Seiten hat die Besitzerin – die Handschrift sieht recht feminin aus – die Adressen mehrerer Pariser Bars notiert, so als wĂ€re ein Besuch dieser gastronomischen Einrichtungen geplant gewesen.

                      Desweiteren ist eine chronologische Liste einschneidender Ereignisse einer alten Erfurter Juweliersfamilie seit dem spĂ€ten 18. Jahrhundert niedergeschrieben, sowie eine persönliche Liste, die den Titel “2013 gelernt” trĂ€gt. Dort wurde festgehalten:

                      • Man kann sich lieben, aber einfach nicht zusammen passen.
                      • Bei den Eltern ist es gar nicht so schlimm.
                      • Ein Jahr ohne richtigen Urlaub ist ein verschwendetes Jahr
                      • Sex ist fĂŒr mich wichtig.

                      Wir gehen davon aus, dass der Mensch Notizen erstellt, um die erfassten Informationen nachschlagen zu können, falls sie in Vergessenheit geraten sind. Wir stellen uns vor, dass die Erstellerin dieser hier vorliegenden Liste in ein paar Jahren wieder draufschaut und dann denkt: Ach stimmt ja, bei den Eltern ist es gar nicht so schlimm, könnte ich mal wieder  hinfahren. Oder: Verdammt! Völlig vergessen: Sex ist wichtig fĂŒr mich.

                      Vorausgesetzt sie holt das Notizbuch bei uns ab oder liest unser Blog.

                      Vielleicht sollten wir eine Babyklappe fĂŒr vergessene GegenstĂ€nde einrichten, damit die Besitzer bei der Abholung inkognito bleiben können. Obwohl wir die Person, die im Jahr 2013 bemerkt hat, dass man sich lieben aber einfach nicht zusammen passen kann, gerne mal kennenlernen wĂŒrden.


                      1. Humankapital

                        Foto

                        Sinja KrĂŒger

                        Was machen Sie eigentlich?
                        Im Moment einen Audiowalk in Kooperation mit dem St. Oberholz.

                        Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                        Mmh, vielleicht an Organisation. Wenn alles gut organisiert ist, kann nicht viel falsch laufen.

                        Was ist Ihr Beruf?
                        Ich finde „Dramaturgin, Autorin und Theatermacherin“ hört sich sehr gut an, aber ehrlich gesagt bin ich noch Studentin…

                        Was ist Ihre Berufung?
                        Wenn ich das wĂŒsste!

                        Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
                        Lena Dunham.

                        Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?
                        Meinem Mathelehrer in der 5. Klasse. (mehr…)


                        1. Audiowalk: Brave New Work

                          franzWo vor ĂŒber achtzig Jahren Franz Bieberkopf aus der Elektrischen stieg, um nach vier Jahren Zuchthaus mit ehrlicher Arbeit “ein guter Mensch zu werden”, pulsiert heute das Herz der Kreativwirtschaft. Franz Biberkopf verkaufte mit einem Bauchladen Krawattennadeln auf der Torstraße und schaffte es bekanntermaßen nicht mit diesem Business Modell erfolgreich zu sein. Trotzdem oder gerade deshalb ist die Gegend um den Rosenthaler Platz als Heimat der Digitalen BohĂšme und Zentrum der „Neuen Arbeit“ bekannt. Von ĂŒberall kommen Menschen nach Berlin um Teil dieses Lebensstils zu sein.

                          Der crossmediale Audiowalk „Brave New Work“ der aus der Kooperation des Schweizer Performance-Kollektivs “Neue Dringlichkeit” und der GaststĂ€tte St. Oberholz hervorging, fĂŒhrt durch Berlin-Mitte im Querschnitt dieses gesellschaftlichen PhĂ€nomens in verschiedenen Epochen. Mit Smartphone und Kopfhörer bringt einen der Audiowalk auf die Spuren der „neuen“ und der „alten“ Arbeit im Kiez.

                          Warum arbeiten wir ĂŒberhaupt? Warum wollen wir erfolgreich sein? Was ist gegen einen Nine-to-Five-Job zu sagen und warum wollen wir uns ĂŒberhaupt selbstverwirklichen? Antworten geben unter anderem Gregor Gysi und Ansgar Oberholz.

                          Das Release-Event findet am 28.6. ab 11:00 Uhr in unserer GaststĂ€tte statt. Ab dem 28.6. ist der Audiowalk permanent und kostenlos verfĂŒgbar und kann ĂŒber einen QR-Code direkt im St. Oberholz abgerufen werden. Hier geht’s zum Trailer.


                          1. Startup Grind Berlin

                            startup grind berlin

                            Am Dienstag 24.06., ab 19 Uhr, ist Heiko Rauch (GrĂŒnder von Zanox & UFOstart) in unserem St. Oberholz Apartment zu Gast und wird sich vom Startup Grind Moderator Christoph RĂ€thke zu dem Verkauf seines Unternehmens Zanox und seinem neuen crowdsourcing network UFOStart befragen lassen. Nach dem Interview ist Zeit fĂŒr GesprĂ€che, mit GetrĂ€nken und Buffet. Wenn Ihr vor Ort dabei sein wollt, könnt Ihr Euch hier Tickets besorgen.

                            Die Filmaufnahmen findet Ihr dann anschließend hier.


                            1. Spielwiese

                              WM_Cup

                              Die grĂŒnen Auen des St. Oberholz werden sorgsam zur Spielwiese frisiert:

                              Ab morgen zeigen wir Euch hier die WM-Spiele auf zwei Großbildschirmen & dazu gibt’s Zwickel, Hamburger Craft Beer eiskalt vom Fass.

                              “Die Rezeption des Fußballspiels hat sich, seitdem das Internet ein Massenmedium geworden ist, sehr verĂ€ndert.” Rudi Völler, 2011.


                              1. Humankapital

                                Nadia

                                Nadia Says

                                Was machen Sie eigentlich?
                                Arbeiten, essen, schlafen, feiern.

                                Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                Logik.

                                Was ist Ihr Beruf?
                                Ich organisiere Events und mache ein bißchen PR.

                                Was ist Ihre Berufung?
                                Habe ich noch nicht vernommen…

                                Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
                                Lars von Trier – ist das hier wie bei einer dieser Fernsehshows, wo Ihr mich fragt und dann steht er hinter dem Vorhang?

                                Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?
                                Ein paar unangenehmen Leuten, ich glaube ich zÀhle vier. Aber dann wÀre ich heute nicht, wer ich bin.

                                Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?
                                Mmh… Ich glaube keine wirklich, aber irgendwie fĂŒhle ich mich Dunbar aus Catch-22 nah, Rorschach in Watchmen und der bösen Hexe des Westens der letzten “Der Zauberer von Oz” Romane.

                                (mehr…)


                                1. Vereinte Nationen

                                  uno_stampGestern wurde ein Briefmarkenalbum vergessen. Es hat das geschlossene Format von DIN A5 hoch und ein geöffnetes Format von DIN A4 quer. Darin befinden sich 86 Briefmarken auf 12 Seiten verteilt. Alle Briefmarken wurden von den Vereinten Nationen in den Jahren 1983-1987 ausgegeben.

                                  Bis heute war uns nicht bekannt, dass die UNO ĂŒberhaupt Briefmarken ausgibt. Die darauf angegebene WĂ€hrung wird in der Einheit “s” angegeben. Wir vermuten, dass es sich um UNO-Schilling handelt. Hat die UNO eine eigene Post?

                                  Mit Abstand am besten gefiel uns eine Briefmarke, die die Überschrift “Wirtschafts- und Sozialrat” trĂ€gt (siehe Abbildung). Sie ist im Wert von 6 UNO-Schilling ausgegeben worden und hat eine spektakulĂ€re Grafik als Motiv.

                                  Eine rote Diagrammkurve schneidet das Bild von links unten nach rechts oben und bildet somit einen Wert ab, der in Bezug zur Zeit, deren Werte sich auf der x-Achse befinden dĂŒrfte, verĂ€nderbar aber doch stetig steigt. Kleine Plateaus des Stillstandes sind deutlich auszumachen.

                                  Auf dieser Diagrammlinie befindet sich eine Familie in Form von Piktogrammen. Sie benutzen die kleinen Plateaus des Stillstandes als Treppenstufen.
                                  Das Kind will von allen Familienmitgliedern am dringendsten nach oben. Es streckt den einen Arm freudig aus und gibt die Richtung vor. “Da, schaut, da will ich hin!” Es zieht die Mutter mit der anderen Hand hinter sich her. Der Vater, der als letzter geht, schiebt sie von hinten am RĂŒcken vor sich her.

                                  Woraus besteht diese Treppe? Der internationalen Inflationsrate? Der monatlich mittleren Durchschnittstemperatur von Rom in den Monaten Januar bis Juli? Wohin will das Kind so unbedingt gehen? Zum nÀchsten Peak? Warum sieht es nicht, dass da keine Stufe mehr kommt und der Aufstieg fast unmöglich wird?  Warum scheint die Mutter erschöpft zu sein und nicht nach oben zu wollen?

                                  Wir wissen es nicht und werden es vielleicht auch nie erfahren. Aber wir werden nun eine Postkarte mit der Vier-UNO-Schilling-Marke “Sicherheit auf See” frankieren und sie an uns selber adressieren. Wir sind gespannt, ob wir den Rettungsring in dessen Mitte sich ein Radarbild befindet jemals wiedersehen werden.


                                  1. Nicht schwanger

                                    schwangerGestern wurde ein Schwangerschaftstest vergessen. Seine Grundform erinnert an ein Fieberthermometer. Er ist fĂŒnfzehn Zentimeter lang, hat einen weißen Korpus und eine blaue Kappe, passend zum Namen des Herstellers ‘clearblue’. Der Test weist eindeutige Gebrauchsspuren auf. Sein Display zeigt an “Nicht Schwanger”.

                                    Aus der beiligenden Verpackung erfÀhrt man, dass er das eindeutige Ergebnis in Worten abbildet, da er ein digitaler Schwangerschaftstest ist. Das ist angemessen. Wenn Schwangerschaftsstest im St. Oberholz, dann bitte auch digital. Weiter wird erlÀutert, dass im Falle einer erfolgreichen Befruchtung auch die Anzahl der Wochen seit der EmpfÀngnis angezeigt wird.

                                    Wir finden es fehlt noch der Teile-das-Ergebnis-dieses-Tests-jetzt-mit-Deinen-Freunden-Button. Wir wissen nicht, ob der Test abhörsicher ist.

                                    In der Anleitung steht, dass man das EinweggerÀt nach Gebrauch an der örtlichen Schadstoffsammelstelle abgegeben soll, da es eine Batterie und Elektronik enthÀlt.
                                    FrĂŒher war weniger Information, aber leichtere Entsorgung.


                                    1. Schwarzfahren

                                      schwarzfahrenGestern wurde eine Quittung vergessen. Bescheinigt wurde ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 40 Euro, das gemĂ€ĂŸ §9 der geltenden Beförderungsbedingungen erhoben wurde.

                                      Die Beförderungsbedingungen regeln das Zusammenspiel zwischen Verkehrsunternehmen und FahrgÀsten. Die Quittung gilt im Rahmen des Tarifes als Fahrtberechtigung bis zum Verlassen des benutzten Verkehrsmittels.

                                      Erwischt wurde der Besitzer der Quittung in der U8 im Bahnhof Weinmeisterstraße. Das ist eine Station vom St. Oberholz entfernt. Das war knapp, wĂŒrden wir sagen.

                                      Könnte bitte mal jemand den QR Code scannen?


                                      1. Der schwarze Obelisk

                                        obeliskGestern wurde ein schwarzer Obelisk vergessen. Er ist nicht groß. Die sechseckige GrundflĂ€che hat einen Durchmesser von sieben Millimetern, tendiert farblich zu lila, wĂ€hrend sich der Stein nach oben etwas verbreitert und schwarz wird. Die Höhe betrĂ€gt 21 Millimeter an der Spitze.

                                        Die Ägypter bauten die ersten Obelisken. Sie betrachteten sie als Verbindungselement zwischen der Menschenwelt und der Götterwelt. Wir betrachten sie als Schnittstelle zwischen der Gastrowelt und der Gastwelt.

                                        Der grĂ¶ĂŸte Obelisk der Welt steht selbstverstĂ€ndlich in den USA, das Washington Monument. Es war bis zur Fertigstellung des Eiffelturmes sogar fĂŒr kurze Zeit das höchste Bauwerk der Welt: 169 Meter.

                                        Der kleinste Obelisk der Welt steht seit heute im St. Oberholz in Berlin.


                                        1. Köcher

                                          koecherGestern wurde ein Köcher vergessen. Sein 60 cm langer Korpus besteht aus einem HolzstĂŒck, dass innen ausgehölt wurde. Die offenen Enden sind mit Lederkappen verschlossen, die runde obere Spitze lĂ€sst sich öffnen. Zwei verschiedene Riemen sind an ihm befestigt, in der Mitte wird er von einer Verzierung umfasst, dort befindet sich auch ein kleines Accessoire, eine kleine Tasche, sie hat keinen Inhalt.

                                          Im Köcher selber befinden sich zwei Pfeile, sie haben keine Spitzen und Ihre Leitfedern sehen zerzaust aus, aber funktionsfÀhig.

                                          Köcher gehören zu Pfeil und Bogen, sie wurden in vielen verschiedenen Kulturen benutzt. Die beiden Riemen dienen vermutlich zu verschiedenen Befestigungen, vielleicht einmal am Menschen einmal am Pferd. Die kleine Tasche könnte fĂŒr die Pfeilspitzen gedacht sein, die man erst im Ernstfall auf die Pfeile aufsetzt.

                                          Das ist uns alles einigermaßen klar. Was uns allerdings völlig unklar ist: wer zum Teufel lĂ€uft mit einem Köcher durch Berlin Mitte und vergisst diesen in einem CafĂ©?

                                          Falls das hier irgendein ein neuer Hipstertrend sein sollte, lassen wir es Euch wissen.


                                          1. Jackson Lab in Bar Harbour

                                            deutschkurs

                                            Gestern wurde eine Seite eines Ringblockes vergessen. Sie ist beidseitig handschriftlich beschrieben. Die Druckbuchstaben wurden mit einem blauen Kugelschreiber aufgetragen. Viele Änderungen und Korrekturen, sowie der Inhalt des Textes lassen auf die Arbeit eines SprachschĂŒlers schliessen. Er beschreibt vermutlich seinen Herkunftsort Bar Harbour auf der Mount-Desert-Insel an der KĂŒste des US Bundestaates Maine.

                                            Man sollte wissen, dass die Kneipen um ein Uhr nachts schliessen, bis auf die Diskothek Carmen’s, dort kann man tanzen mit “begeisterten Zuschauern.“

                                            Nicht uninteressant ist auch die Information, dass sich die Jackson Laboratorys hier befinden, die 90% der weltweit benötigten LabormĂ€use zĂŒchten.

                                            Wir selber haben auch ein neues deutsches Wort aus diesem Kurs mitgenommen: “der Tanzbegeisterte”. Danke dafĂŒr.


                                            1. Yusuf O. u.a.

                                              pressekarteGestern wurde eine Pressekarte vergessen. Sie war “fĂŒr den Prozess gegen Yusuf O. u.a. vor dem 1. Strafs. /KG” bestimmt. Ausgestellt auf den Namen Barbara K. von der PrĂ€sidentin des Kammergerichts Berlin. Den Nachnamen der Journalistin haben wir aus datenschutzrechtlichen GrĂŒnden in der Abbildung unkenntlich gemacht. Der Klarname liegt der Redaktion vor.

                                              Auf der RĂŒckseite wird deutlich darauf hingewiesen, dass Fotografieren und Filmen wĂ€hrend einer laufenden Hauptversammlung gesetzlich untersagt ist.

                                              Unten links, sehr klein gedruckt steht: “SNJ 006, DTP” Das erste BuchstabenkĂŒrzel steht vermutlich fĂŒr “Senatsverwaltung fĂŒr Justiz” und das zweite fĂŒr “Desktop Publishing”.

                                              Wir denken dass es sich um einen Prozess im Januar 2012 gegen ein mutmaßliches Al Qaida Mitglied handelt. Warum die Pressekarte jetzt erst bei uns vergessen wird wissen wir nicht.

                                              Barbara, kannst Du das vielleicht aufklĂ€ren und uns auch einen link zu Deinem Artikel ĂŒber den Prozess zukommen lassen?


                                              1. Cute Bartender

                                                bartenderEs wurde eine beschriebene Serviette “vergessen”. Die Serviette ist 16 cm breit und 8 cm hoch. Sie sieht genauso aus, wie die Servietten, die wir bei uns im CafĂ© verwenden.

                                                Jemand hat darauf geschrieben: ”1745772xxx For the cute bartender with the black shirt.” Die letzten drei Ziffern haben wir in der Abbildung aus datenschutzrechtlichen GrĂŒnden unkenntlich gemacht.

                                                Wir wissen nicht, wann genau die Serviette vergessen wurde, vielleicht schon gestern Abend. Seit dem haben schon drei cute bartender im schwarzen Shirt gearbeitet. Deshalb haben wir angerufen, die Nummer ist leider falsch. Am anderen Ende der Leitung wusste niemand etwas ĂŒber cute bartender.

                                                Es sieht nach einer mĂ€nnlichen Schrift aus. Nun ist “bartender” auch eher maskulin, aber es könnte auch ein weiblicher bartender gemeint sein. Im Sortiment hatten wir im fraglichen Zeitraum Frauen und MĂ€nner die cute und black shirt sind. Hat das ein Mann fĂŒr eine Bartenderin geschrieben oder ein Mann fĂŒr einen bartender? Oder ist der Verfasser doch eine Frau. Ist denn heute alles metrosexuell geworden?

                                                Sachdienliche Hinweise, sowohl in dieser Angelegenheit, wie auch zum Thema MetrosexualitÀt nehmen wir gerne entgegen.


                                                1. Briefwahlunterlagen

                                                  electionGestern wurde ein Umschlag mit Briefwahlunterlagen fĂŒr die PrĂ€sidentschaftswahlen der USA vergessen. Er stammt vom Board of Elections, New York City, Bezirk Queens.

                                                  Der Brief ist recht groß und schwer. Viel grĂ¶ĂŸer und viel schwerer als deutsche Briefwahlunterlagen. Das Ding hat viel mehr Drama und Style.

                                                  Das PoststĂŒck ist an Marianna E. in Berlin gerichtet. Marianna, wenn Du das hier liest, sind die Unterlagen bereits auf dem Weg zu Dir. Wir haben sie einfach wieder in den Briefkasten gesteckt.

                                                  Bitte vergiss nicht, dass der Poststempel nicht Ă€lter als der 6. November sein darf und die Sendung nicht spĂ€ter als am 13. November bei Deinem zustĂ€ndigen Wahllokal eintrifft. Sonst ist Deine Wahl ungĂŒltig.


                                                  1. Beissring eines Digital Natives

                                                    biteGestern wurde ein Beissring vergessen. Das Werkzeug muss von einem Digital Native stammen. Es besteht aus drei unterschiedlichen Teilen. Der rote Teil ist aus Silikon, recht hart, ab einem bestimmten Druck gibt er aber nach. Man will immer wieder daran nesteln.

                                                    Der grĂŒne Bereich ist sehr viel weicher und mit einer FlĂŒssigkeit gefĂŒllt. Wir vermuten, dass es sich dabei um eine KĂŒhlflĂŒssigkeit handelt. Der Beissring kann also im TiefkĂŒhlfach gelagert werden und wird danach die gespeicherte KĂ€lte an die betroffenen Stellen im Mund des Digital Natives abgeben. Das ist sicherlich ein sehr angenehmes GefĂŒhl.

                                                    Der blaue, harte Teil verbindet die Funktionsabschnitte miteinander. Alle Materialien sind geschmacklos.

                                                    Digital Natives zahnen meistens um den sechsten Lebensmonat herum. Wir empfehlen aber auch ausgewachsenen Exemplaren einen Beissring in Griffweite zu lagern, es gibt kaum bessere Möglichkeiten des lautlosen und Mitmenschen-nicht-belÀstigenden Aggressionsabbau.

                                                    In NotfÀllen bitte an der Bar nachfragen.


                                                    1. Humalog KwikPen

                                                      insulinGestern wurde ein Humalog KwikPen vergessen. Am oberen Ende befindet sich eine Stellschraube mit der man die Dosis der Insulingabe einstellen kann. Sie geht von 0 bis 60 Einheiten. Der Kopf der Spritze wird umso weiter nach oben heraus gedreht als man die Einheiten erhöht. Wenn man ihn nach unten drĂŒckt wird die eingestellte Insulinmenge hinausbefördert. Am unteren Ende kann man EinwegkanĂŒlen aufschrauben, die die Injektion erheblich erleichtern sollten.

                                                      Humalog ist ein spezielles Insulin, dass seine Wirkung Ă€ußerst schnell entfaltet, deutlich schneller als Actrapid.

                                                      Eben haben wir mal 10 Einheiten in die Luft gespritzt. Und wir wissen jetzt: Insulin hat einen Geruch. Es riecht nach SĂŒĂŸstoff. Das finden wir merkwĂŒrdig. Oder ist das Insulin gar nicht das was riecht sondern, der TrĂ€gerstoff, der Alkohol oder was auch immer beigemischt ist?

                                                      Der Pen ist noch fast halb gefĂŒllt. Also wer ĂŒberzuckert im St. Oberholz sitzt, kann gerne danach fragen. KanĂŒlen bitte mitbringen.


                                                      1. Gelbes Mammut

                                                        mammutGestern wurde ein Mammut vergessen. Es ist gelb, 46 mm lang und 28 mm hoch. Es ist sehr schmal und sehr gelb. Die Tiefe betrĂ€gt höchstens 4 mm am RĂŒcken.

                                                        Der Kunststoff aus dem es hergestellt wurde ist hart und sehr glatt, einzig die StoßzĂ€hne sind ein klein wenig biegsam. An den Nahtstellen kann man erkennen, dass es gegossen wurde.

                                                        Erst vor 4.000 Jahren sind sie ausgestorben.Wir dachten immer Mammuts wĂ€ren ungefĂ€hr so dick wie Elefanten. Aber dieses hier ist sehr dĂŒnn, vielleicht unterliegt es einer prĂ€historischen Essstörung? Waren Mammut nun dick oder dĂŒnn?


                                                        1. Auf ewig Dein!

                                                          auf_ewigGestern wurde ein Ring vergessen. Das ist lange nicht mehr vorgekommen. Der vergoldene Ring ist recht grazil geschnitten und fasst einen farblosen glÀsernen Edelstein.

                                                          Leider mussten wir heute ein Drama mit ansehen. Wir wollten es nicht beobachten, aber wir konnten uns nicht entziehen. Ein Paar stritt und weinte an einem unserer Tische, lange und heftig. Irgendwann legte die Frau diesen Ring hier auf den Tisch und verließ weinend das St. Oberholz. Der Mann sammelte sich kurz und ging dann ebenfalls hinaus.

                                                          Als wir zum AbrÀumen an den Tisch traten, lag dieser Ring dort. Wir hatten keine Chance, ihn hinterher zu tragen.

                                                          In den Ring eingraviert ist: “Auf ewig Dein!”


                                                          1. Wackelt wie Pudding

                                                            barbie_poolGestern wurde ein Gebilde aus Kunststoff vergessen. Es hat einen mittleren Durchmesser von 26 cm und ist 12 cm hoch. Die Grundform ist herzförmig. Der Kunststoff ist weich und fĂŒhlt sich angenehm an, es handelt sich vermutlich um Silikon. Tippt man das Gebilde an, so wackelt es wie Pudding. Der herzförmigen Grundform folgend, sind unten am Boden in geringem gleichmĂ€ssigem Abstand runde Ausbuchtungen vorhanden.

                                                            Wir mögen das Ding irgendwie und können es kaum noch aus der Hand legen, aber wir wissen nicht, was es ist. Diesmal wirklich nicht. Schwöre!
                                                            Swimming Pool fĂŒr Barbies wĂŒrde im Hinblick auf die Form und die Farbe passen, aber dafĂŒr ist es zu silikonig und nirgendwo ein Logo der Marke zu finden.

                                                            Sachdienliche Hinweise werden von 08:00 bis 00:00 am Tresen entgegengenommen.


                                                            1. FUCHSIG

                                                              fuchsGestern wurde ein Amulett vergessen. Zentrales Motiv ist eine Abbildung eines Fuchses im Halbprofil. Er befindet sich dabei in sitzender Position und schaut recht friedlich aus. Abgedeckt ist das Motiv von einem gewölbten Glaskörper, der von einer Silberfassung gehalten wird, an der sich eine Kette anschließt. Mit Hilfe dieser Kette kann man das Objekt um den Hals tragen.

                                                              Wir kennen Amulette mit Fotos der Geliebten, mit Zeichnungen von Schiffen, mit militÀrischen Symbolen, aber ein Bewohner des Waldes in einem Amulett haben wir noch nie gesehen.

                                                              Wer mag der TrÀger sein? Eine JÀgerstochter? Ein Greenpeace-Freak? Ein verliebter Sodomist? Sachdienliche Hinweise nehmen wir gerne entgegen.


                                                              1. NÀgel wie PlusmÀrkte

                                                                fuesse

                                                                Gesten wurde ein USB Stick vergessen. Er besitzt ein Fassungsvermögen von 2,00 GB, wovon 1,83 GB momentan ungenutzt sind. Er wird von einem transparenten roten GehĂ€use geschĂŒtzt und hat am Ende eine kleines Lichtchen, das hĂŒbsch leuchtet und flackert, wenn er in einen Rechner gesteckt wird, um anzuzeigen, dass gearbeitet wird.

                                                                Interessanter noch, als die Beschaffenheit des Objektes finden wir den digitalen Inhalt:

                                                                • PrĂ€sentation zum Thema „Therapie- und Prozessforschung“
                                                                • Musik der Gruppe Bailefunk
                                                                • Ein Ordner mit zahlreichen dokumentarischen Bildern eines Wasserschadens in einer Wohnung
                                                                • Urlaubsfotos

                                                                NĂ€her eingehen wollen wir hier aus Zeit- und PlatzgrĂŒnden nur auf dieses eine Urlaubsfoto, das wir sehr schön finden.

                                                                Ein einziger Mensch befindet sich im Wasser, so als hĂ€tte er den Haialarm nicht mitbekommen. Beachtenswert sind auch die Farben des Nagellackes dieser wohlgepflegten hĂŒbschen FĂŒĂŸe, erinnern uns unwillkĂŒrlich an die Discounterkette Plus. Könnte das mal jemand bitte deuten?
                                                                Der fotografische Gegenschuss dieses Motivs liegt der Redaktion vor. Unterliegen FĂŒĂŸe eigentlich dem Persönlichkeitsrecht?


                                                                1. Greifhilfswerkzeug

                                                                  pinzetteGestern wurde ein Greifhilfswerkzeug vergessen! Es weißt deutliche Gebrauchsspuren auf, ist aber noch vollumfĂ€nglich funktionstĂŒchtig.

                                                                  Es ist 46 mm lang und gabelt sich nach 6 mm in seine beiden MetallstĂŒcke, die am Schaft zusammen geschweißt wurden. Durch leichten Druck bewegen sich die beiden MetallstĂŒcke aufeinander zu und mit etwas Geschick ließe sich vermutlich durch diesen Effekt auch etwas mit dem Greifhilfswerkzeug greifen. Wir denken, dass vor allem kleine GegenstĂ€nde, die fĂŒr das menschliche Greifwerkzeug – die Hand – zu klein sind, mit diesem Greifhilfswerkzeug ergriffen wurden.

                                                                  Wer das einmal ausprobieren möchte, kann sich gerne am Tresen melden.


                                                                  1. Gottes Zeichen

                                                                    papstGerade eben wurden zwei Karten fĂŒr das Berliner Olympiastadion vergessen. Es handelt sich um die SitzplĂ€tze Block 13.1, Reihe 28, SitzplĂ€tze 15 + 16.
                                                                    Hertha spielt heute nicht. Heute spielt der Papst. Gegen wen wissen wir nicht. Auf dem Ticket steht “Wo Gott ist, da ist Zukunft”. Auf der RĂŒckseite befindet sich eine Werbung fĂŒr den großen Erinnerungsbildband, 96 Seiten, 21 x 27 cm, durchgehend farbige Abbildungen, gebunden. Nur 9,95. Ist das Gottes Zeichen?
                                                                    Sollten sich die Besitzer dieser Karten bis heute 16:00 nicht melden, verschenken wir sie oder gehen selber hin. Interesse?


                                                                    1. Ranitidin 300

                                                                      pillenGestern wurde ein Etui vergessen. Es ist 70 x 70 mm groß und beutelförmig. Es verfĂŒgt ĂŒber einen maulartigen Verschluss der durch zwei miteinander verschrĂ€nkte BĂŒgel sicher verschlossen werden kann. Es besteht aus bedrucktem Stoff, das Muster des Druckes lĂ€sst sich schwer mit Worten beschreiben.
                                                                      Interessanter noch als das Etui selber ist sein Inhalt. Es ist prall gefĂŒllt mit Medikamenten aller Art. Mit Pillen, Tabletten, Kapseln und auch Pflastern.
                                                                      Das Spektrum geht von einfachen Rennie Magenkaugummis Sorte Spearmint bis hin zu Ranixal mit dem Wirkstoff Ranitidin in der Dosis 300 mg.
                                                                      Der Besitzer scheint einen recht empfindlichen Magen zu haben. Wir vermuten, dass der Besitzer nach dem Genuss unserer Speisen in einer ihm bis dahin nicht bekannten Art beschwerdefrei war, sodass er sein MedikamentenarsenalsĂ€ckchen völlig vergaß.

                                                                      Wir wissen allerdings leider nicht, was sich fĂŒr ein Wirkstoff sich in einer kleinen runden weissen Tablette befindet. Sie hat einen Durchmesser von 10 mm und eine Höhe von 4 mm, die Kanten sind leicht gebrochen. Eingestanzt in ihrer Mitte steht “eemol”.
                                                                      Wer kann uns bitte sagen, was sich dahinter verbirgt. Wirkstoff und Wirkweise wÀren uns wichtig.


                                                                      1. MĂŒtze und Mund

                                                                        berlinGestern wurde ein Notizbuch vergessen. Es ist recht klein, 70 x 130 mm im geschlossenen Zustand. Auf dem Cover ist eine Frau abgebildet, die die Arme nach oben streckt. Im Innern befinden sich allerlei Notizen und auch eine Skizze. Die meisten Notizen und Ideen, die das Notizbuch handschriftlich beinhaltet, verstehen wir. Aber die Skizze, mit der tun wir uns ein bisschen schwer.
                                                                        Im Zentrum der Skizze befindet sich der stilisierte Umriss Berlins. Nicht ganz genau gezeichnet, aber ein “B” in der Mitte lĂ€sst jeden Zweifel verfliegen, dass es sich nicht um Berlin handeln könnte. Rechts bzw. östlich von Berlin ist eine geschlossene TĂŒr abgebildet. Westlich von Berlin ein GlĂŒhbirne. Nordöstlich von Berlin, auf zwei Uhr eine Note mit Versetzungszeichen, auf zehn Uhr ein Stuhl.
                                                                        Damit nicht genug. Im Norden Berlins ist eine MĂŒtze abgebildet und im SĂŒden ein Kussmund. Diese beiden Symbole, also Nord und SĂŒd sind mit einem Pfeil, in beide Richtungen verbunden. Die MĂŒtze liegt auf Wandlitz und der Kussmund auf Rangsdorf.
                                                                        Wandlitz und Rangsdorf, MĂŒtze und Kussmund, der Stuhl und die Note, verschlossene TĂŒr und GlĂŒhbirne!
                                                                        Wir sind dem Wahnsinn nahe.


                                                                        1. Julian, Deine Notizen

                                                                          julianGerade wurde etwas vergessen. Es handelt sich um eine Serviette auf der Notizen gemacht wurden. Wir vermuten, dass diese Notizen von Julian Assange stammen, der gerade noch auf dem Platz saß, an dem wir diesen schönen Fund machten.
                                                                          Ausschliesslich Zahlen und mathematische Interpunktionen wurden notiert, ein paar einfache Gleichungen.

                                                                          Zwei Zahlen wurden eingerahmt:

                                                                          • 0′30, das könnte eine Zeit oder Gradangabe sein
                                                                          • 1960, das könnte eine Jahresangabe sein.

                                                                          Auf der RĂŒckseite steht ein Wort geschrieben: Africa.

                                                                          Hat jemand Ideen?

                                                                          Julian, vielleicht kommst Du ja morgen nochmal vorbei, dann können wir Dir Deine Notizen zurĂŒckgeben und vielleicht traue ich mich dann endlich Dich anzusprechen.

                                                                          Noch was: Die Lösung fĂŒr x von x/100*2500=800 lautet x=32.


                                                                          1. Humankapital

                                                                            barbara

                                                                            Barbara Bollwahn

                                                                            Was machen Sie eigentlich?
                                                                            Ich schreibe. Jugendromane und fĂŒr verschiedene Zeitungen. Wir können aber auch gerne du sagen.

                                                                            Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                            Bisweilen an mich.

                                                                            Was ist Ihr Beruf?
                                                                            Ich bin selbstÀndige Autorin.

                                                                            Was ist Ihre Berufung?
                                                                            Ich fĂŒhle mich zum Schreiben berufen.

                                                                            (mehr…)


                                                                            1. Dein Einkaufszettel

                                                                              kaufen

                                                                              Gerade eben wurde ein Einkaufszettel vergessen.  Er hat das Format 80 x 80 mm und ist gut erhalten. Einzukaufen sind:
                                                                              QTips, Gesichtsreinigung/TĂŒcher, Deo, Zahnseide/BĂŒrste, Haarspray, Shampoo, Duschgel, Kaugummi, Haarspangen, Haarkur
                                                                              Wir vermuten, dass es sich bei diesem Einkaufszettel um einen Drogeriemarkteinkaufzettel handelt.
                                                                              Wir fragen uns: Musst Du das noch einkaufen oder hast Du es schon eingekauft.
                                                                              Gerade eben wurde ein Einkaufszettel vergessen.  Er hat das Format 80 x 80 mm und ist gut erhalten. Einzukaufen sind:
                                                                              QTips, Gesichtsreinigung/TĂŒcher, Deo, Zahnseide/BĂŒrste, Haarspray, Shampoo, Duschgel, Kaugummi, Haarspangen, Haarkur
                                                                              Wir vermuten, dass es sich bei diesem Einkaufszettel um einen Drogeriemarkteinkaufzettel handelt.
                                                                              Wir fragen uns: Musst Du das noch einkaufen oder hast Du es schon eingekauft.

                                                                              Gerade eben wurde ein Einkaufszettel vergessen.  Er hat das Format 80 x 80 mm und ist gut erhalten. Einzukaufen sind:

                                                                              QTips, Gesichtsreinigung/TĂŒcher, Deo,
                                                                              Zahnseide/BĂŒrste, Haarspray, Shampoo,
                                                                              Duschgel, Kaugummi, Haarspangen, Haarkur

                                                                              Wir vermuten, dass es sich bei diesem Einkaufszettel um einen Drogeriemarkteinkaufzettel handelt.

                                                                              Wir fragen uns: Musst Du das noch einkaufen oder hast Du es schon eingekauft.


                                                                              1. Wundervoll

                                                                                wundervollWir freuen uns “Kiss of a Jet” von EX Wundervoll prĂ€sentieren zu dĂŒrfen. Es hĂ€ngt gleich neben der Bar an der Wand.

                                                                                Wer uns sagen welcher Kampfjet mit welcher Bewaffnung hier abgebildet ist, erhĂ€lt eine Vodka Kaffeeflatrate fĂŒr einen Tag.

                                                                                Wir freuen uns auch Eure Lösungen.

                                                                                Informationen zu EX Wundervoll.


                                                                                1. EignungsprĂŒfung 2011

                                                                                  zulassungGestern wurde eine Absage zur EignungsprĂŒfung der Kunsthochschule Berlin Weißensee vergessen. Angestrebt wurde der Studiengang Malerei, dem aufgrund der vorgelegten Arbeiten der Zugang verwehrt wird. Dann folgt allerhand juristischer Blabla und der Hinweis auf die Möglichkeit des Widerspruches gegen diesen Bescheid.

                                                                                  Das finden wir traurig und wir fĂŒhlen mit Dir, lieber Gast, und wĂŒnschen Dir alles Gute. Außerdem denken wir, dass Autodidaktismus immer noch der schönste Bildungsweg ist, studiengebĂŒhrenfrei noch dazu.


                                                                                  1. Central Cairo in Zentral Mitte

                                                                                    cairoGestern wurde ein Stadtplan von Central Cairo vergessen. Es handelt sich um eine DIN A4 Kopie. Der Ausschnitt reicht von Bulaq im Norden bis Garden City im SĂŒden, sowie von Gizera Sporting Club im Westen bis Abdin Palace im Osten. Maßstab schĂ€tzungsweise 1:200. Er wurde mehrfach gefaltet, bis auf das Format DIN A7, besser bekannt als Hosentaschenformat.

                                                                                    Anhand der in roter Tinte eingeschriebenen persönlichen Bemerkungen glauben wir ablesen zu können, dass der Besitzer dieser Karte im Grand Hotel wohnte und Tahrir Platz und Sadat Platz, sowie Cairo Chan besucht hat.
                                                                                    Wir hoffen es hier mit einem StĂŒck Revolutionsgeschichte zu tun zu haben und fĂŒhlen uns sehr geehrt, es fĂŒr den hoffentlich bald zu uns zurĂŒckkehrenden RevolutionĂ€r, bereit halten zu dĂŒrfen.

                                                                                    Allerdings sind wir auch ein wenig betrĂŒbt, denn wir hatten Hoffnung, irgendwo ein kleines unbeschriftetes Kreuz oder eine kleine Pyramide eingezeichnet zu finden, um auf den versteckten Schatz hingewiesen zu werden.

                                                                                    Wer uns verraten kann, was Cairo Chan ist bzw. bedeutet, erhĂ€lt eine Kaffeeflatrate fĂŒr einen Tag. Bab Zuweila jedenfalls heisst eines der berĂŒhmten Stadttore.


                                                                                    1. Humankapital

                                                                                      flueke

                                                                                      Falk Lueke

                                                                                      Was machen Sie eigentlich?
                                                                                      Leben, und das sehr gerne, in Berlin, arbeiten, auch gerne, vor allem in Berlin, hÀufig den Laptop auf- und zuklappen, mir Gedanken, und die schreibe ich dann entweder auf Papier, in Computer oder damit gleich ins Internet.

                                                                                      Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                      Ich glaube, ich glaube. LĂ€sst sich aber schwer fassen. Irgendwie an Menschen, nicht an Institutionen. Ich glaube, mir sind Menschen ĂŒberaus suspekt, die auf diese Frage klare Antworten haben.

                                                                                      Was ist Ihr Beruf?
                                                                                      Zuletzt habe ich als Referent fĂŒr Verbraucherrechte in der digitalen Welt beim Verbraucherzentrale Bundesverband gearbeitet. Kling etwas sperrig, meint aber, dass ich mich darum gekĂŒmmert hab, dass die GĂ€ste im St. Oberholz und ein paar andere auch nicht einfach im Netz ĂŒber den Tisch gezogen werden, dass sie ĂŒber ihre Daten selbst bestimmen und dass das Internet weiter in ihrem Sinne funktioniert. Kann man auch nachlesen: http://www.surfer-haben-rechte.de Die Kolleginnen mĂŒssen jetzt ohne mich weitermachen, bei mir geht’s jetzt nĂ€mlich wieder mit was anderem weiter. (mehr…)


                                                                                      1. After the show

                                                                                        schuheGestern wurden zwei Paar Schuhe vergessen. Es handelt sich um Damenschuhe. Beide Modelle sind offen und haben AbsÀtze in Höhe von ca. 60 mm. Ein Modell ist ohne jede Beschriftung, auf dem anderen Modell steht im Fersenbereich geschrieben: Freebelle Line.

                                                                                        Beide Schuhe wurden in der KonfektionsgrĂ¶ĂŸe 37 gefertigt und weisen intensive Gebrauchsspuren auf. Sie sind beide geruchsneutral.

                                                                                        Das ist eindeutig Strandgut der Fashion Week und geht damit strandrechtlich in unser Eigentum ĂŒber.


                                                                                        1. Home, Sweet Home

                                                                                          homeWir freuen uns ausserordentlich das nachgebaute Home Icon von OS X prĂ€sentieren zu dĂŒrfen. Das Objekt “Home, Sweet Home” wurde von Johannes P Osterhoff 2010 kreiert und zum ersten Mal im September auf der Ars Electronica ausgestellt.

                                                                                          FĂŒr uns bildet das Objekt von Osterhoff den Auftakt zu einer Serie. Wir freuen uns schon auf Ernst Xaver Wundervoll, den wir ab MĂ€rz vorstellen werden.


                                                                                          1. Humankapital

                                                                                            muserine

                                                                                            Kerstin Thomsen

                                                                                            Was machen Sie eigentlich?
                                                                                            “Guck’ mal, ich kann total lange die Lust anhalten!”
                                                                                            http://twitter.com/muserine/status/5389239263

                                                                                            Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                            Ich bin ĂŒbrigens auch fĂŒr die Trennung von Staat und Kuchen.
                                                                                            http://twitter.com/muserine/status/4632553273167872

                                                                                            Was ist Ihr Beruf? Was ist Ihre Berufung?
                                                                                            Ich sollte die Architektur an den Nagel hĂ€ngen und Geschirrhandtuch-BH- und Grießpuddingduschpeelingerfinderin werden.
                                                                                            http://twitter.com/muserine/status/6368799995

                                                                                            Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
                                                                                            Norbert Röttgen: Das personalisierte Beige.
                                                                                            http://twitter.com/muserine/status/4283720609570816

                                                                                            (mehr…)


                                                                                            1. Humankapital

                                                                                              bosch

                                                                                              Andre KrĂŒger

                                                                                              Was machen Sie eigentlich?
                                                                                              Ich versuche, AktivitÀt zu entfalten. Begleitend trinke ich bevorzugt Kaffee.

                                                                                              Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                              Ich glaube, dass mein Kaffee kalt wird, wÀhrend ich diese Fragen hier beantworte.

                                                                                              Was ist Ihr Beruf?
                                                                                              Meistens mache ich was mit digitaler Kommunikation: Beratung, Konzeption, Projektmanagement. Manchmal aber auch abseitigere Dinge wie Texten oder Fotografieren.

                                                                                              Was ist Ihre Berufung?
                                                                                              Kunst wĂ€re ganz schön gewesen, letztendlich reichte es jedoch nur fĂŒr das Flanieren und den MĂŒĂŸiggang. (mehr…)


                                                                                              1. Höschen

                                                                                                hoeschenGestern wurde eine PapiertĂŒte vergessen. Darin enthalten sind drei Höschen und zwei BH. Frisch eingekauft und dann vergessen worden. Bei den Höschen handelt es sich um das Modell Madem und zweimal Modell Charl, jeweils in GrĂ¶ĂŸe 38. Erworben wurden sie in der Neuen Schönhauser Allee fĂŒr insgesamt 112,00 Euro. Sie sind originalverpackt und ungetragen.
                                                                                                Interesse?


                                                                                                1. Flauschige Fingerlinge

                                                                                                  handschuheGestern wurde ein Paar Handschuhe vergessen. Es handelt sich um Fingerlinge. Die LÀnge des Mittelfingerfachs betrÀgt 3,5 cm. Wir gehen davon aus, dass es Kinderfingerlinge sind. Der Stoff ist Àusserst flauschig und weich. Grundfarbe lila.

                                                                                                  Die Handschuhe tragen deutliche Gebrauchsspuren, es wÀre durchaus angebracht sie einem Waschgang zu unterziehen.

                                                                                                  Wir wĂŒrde uns freuen sie dem Besitzer zukommen zu lassen.


                                                                                                  1. Teigausroller Tom und Jerry

                                                                                                    teigausrollerGestern wurde ein Teigausroller vergessen. Er wurde aus Plastik gefertigt. Die Arbeitsbreite betrĂ€gt 15 cm, die Griffbreite je 4 cm. Auf der Rolle selber befinden sich Reliefs von Tom + Jerry, die sich vermutlich beim Ausrollen auf dem Teig abzeichnen und damit auch auf dem gebackenen Endprodukt. FĂŒr unser Empfinden Ă€ußerst bemerkenswert.

                                                                                                    (mehr…)


                                                                                                    1. Humankapital

                                                                                                      lisa_rank

                                                                                                      Lisa Rank

                                                                                                      Was machen Sie eigentlich?
                                                                                                      Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und habe Anfang des Jahres meinen ersten Roman veröffentlicht. Und Quatsch ist auch eine der Sachen, die ich mache.

                                                                                                      Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                                      Ich glaube daran, dass es immer mehr als eine Sache gibt, ĂŒber die es sich zu reden lohnt. Und an die Liebe. Klingt pathetisch, ist es auch.

                                                                                                      Was ist Ihr Beruf?
                                                                                                      Ich bin Online-Konzeptionerin.

                                                                                                      (mehr…)


                                                                                                      1. Die Stadt ist voller Kunst

                                                                                                        postkarteGestern wurde eine Postkarte vergessen. Es handelt sich vermutlich um ein selbst hergestelltes Unikat. Auf der Vorderseite (siehe Abbildung) hat der Schöpfer eine Collage aus Fotomaterial und aber auch metallischer Folie aufgesetzt. Die metallische Folie ist silber und bronzefarben, wir vermuten, dass sie von einer Bierflasche stammt. Das zentrale Motiv allerdings ist eine Barbiepuppe mit einem Stricktop und Sonnenbrille.
                                                                                                        Auf der RĂŒckseite steht  handschriftlich: “Hallo Madeleine, hier sitz ich nun mit Blick auf den Rosenthaler Platz. Die Stadt ist voller Kunst! M.”
                                                                                                        Leider leider fehlt die Adressangabe, sonst hĂ€tten wir das gute StĂŒck lĂ€ngstens schon in die Post gesteckt.

                                                                                                        Madeleine, Du kannst Dir die Depesche aber selbstverstĂ€ndlich bei uns abholen, das wĂŒrde auch Porto sparen und die Umwelt schonen.


                                                                                                        1. Humankapital

                                                                                                          wikipippi

                                                                                                          wikipippi

                                                                                                          Was machen Sie eigentlich?
                                                                                                          Ich wandele gerade auf den Pfaden meines Alter Egos @wikipippi und sag nich, wer ich wirklich bin.

                                                                                                          Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                                          Och, das ist ja mal ne leichte Frage fĂŒr den Einstieg.

                                                                                                          Was ist Ihr Beruf?
                                                                                                          Ich habe in der klassischen Werbung als Art Director in Top-Agenturen angefangen, bin dann zur Stunde Null ins Internet-Metier gewechselt und arbeite fĂŒr eine der großen Multimedia-Agenturen in Deutschland. Ich manage unsere Kundenbeziehungen und bin fĂŒr New Business verantwortlich.

                                                                                                          Was ist Ihre Berufung?
                                                                                                          Ich glaube: “Etwas Angenehmes herstellen”. Das kann ein Moment sein oder ein Bild oder ein GesprĂ€ch oder eine Nacht oder ein Comic oder ein Ort oder ein Projekt oder ein Tweet. Jawohl. (Aber: Berufene scheitern auch manchmal.)

                                                                                                          Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
                                                                                                          Wladimir Klitschko. Ich hab immerhin gerade kĂŒrzlich in seinem Hotelbett gelegen, aber er war bereits abgereist (finde den Fehler!).

                                                                                                          Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?
                                                                                                          Ich bin so neugierig auf die verschiedenen Abartigkeiten im Menschen, dass ich keine Begegnung wirklich missen möchte. Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben ĂŒber Menschen mit ZwĂ€ngen. Das wird ein Spaß!

                                                                                                          Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?
                                                                                                          Hallo? NatĂŒrlich Pippi Langstrumpf, das stĂ€rkste MĂ€dchen der Welt!!!

                                                                                                          FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?
                                                                                                          Ach, ich empfinde fĂŒr alles mögliche Mitleid, selbst beim allergrĂ¶ĂŸten Depp fĂ€llt mir in der Regel ein Umstand ein, warum er eigentlich ne ganz arme Wurst ist und demzufolge sehr bemitleidet werden muss.

                                                                                                          Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?
                                                                                                          Das absolute GedĂ€chtnis stelle ich mir vor wie Russell Crowe in “A Beautiful Mind”. WĂ€re man im Besitz von enormem Wissen, mĂŒsste man damit fertig werden, dass sich stĂ€ndig unfassbare Erkenntnisse im eigenen Gehirn ereignen. Das wĂŒrde ich schlichtweg nicht verkraften. Gott sei Dank bin ich sehr weit davon entfernt: Ich musste eben “Russell Crowe” googeln. Und dass mir ĂŒberhaupt der Filmtitel eingefallen ist, wĂŒrde ich schon einem meiner helleren Momente zurechnen.

                                                                                                          Wie alt möchten Sie werden?
                                                                                                          Och, schon sehr alt. Ich will ja sehen, wo uns das mit dem ganzen Internetquatsch noch hinfĂŒhrt. Vielleicht werden wir alle irre? Das will ich auf keinen Fall verpassen.

                                                                                                          Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
                                                                                                          Nein. Das wĂŒrde mir einfach viel zu viel Verbissenheit abverlangen.

                                                                                                          HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?
                                                                                                          Seit ich auf Fidji war und die unermessliche KakerlakengrĂ¶ĂŸe dort in Augenschein nehmen durfte, möchte ich keine Fidjianerin mehr sein. In Neuseeland ist es herrlich, aber von Allem sehr weit weg, in Italien sind die MĂ€nner zu klein, in Schweden ist es zu dunkel. FrĂŒher fand ich es grĂ€ĂŸlich, deutsch zu sein: spießig, ordentlich, made in Germany. Inzwischen hab ich die halbe Welt und darin alles Mögliche an Unmöglichem gesehen. Das ist zwar oft schön und exotisch, aber ich weiß jetzt auch zu schĂ€tzen, dass man in Deutschland in relativer Sicherheit und Freiheit leben kann (was wiederum sehr spießig ist!).

                                                                                                          WofĂŒr sind Sie dankbar?
                                                                                                          Dass ich von zuhause zum Oberholz laufen kann, weils so nah ist. Und, krassomat, den dortigen New York Cheesecake, auf den ich gerne ein lebenslanges Abo hÀtte.

                                                                                                          Welches Buch lesen Sie gerade?
                                                                                                          “Rework”, ein Tipp von @sebaso, was ich super finde (bin auf Seite 80). Außerdem “Brief an mein Leben” von Miriam Meckel (ja die), weil ich auch ein Burnout hatte, aber ich finde es langweilig, vielleicht weil mir alles so bekannt vorkommt (Seite 178). Und “Der Turm” von Uwe Tellkamp (Seite 1 von 973), da kann ich jetzt noch nicht so gĂ€nzlich abschließend sagen, ob es mir gefĂ€llt.
                                                                                                          Außerdem liegen noch etwa weitere 70 ungelesene BĂŒcher hier herum (kein Witz), und statt mal eins davon fertig zu lesen, verbringe ich meine Zeit lieber damit, neue zu kaufen.

                                                                                                          Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?
                                                                                                          “Die Kinder vom Bahnhof Zoo”, wobei ich sagen muss, dass ich als Kind den Film gesehen und nicht das Buch gelesen habe. Seitdem kann ich nicht mehr auf öffentliche Toiletten gehen, ohne jedesmal Angst zu haben, hinter der TĂŒr einen toten Junkie zu finden. Das ist – allen Ernstes – sehr lĂ€stig.

                                                                                                          Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?
                                                                                                          NatĂŒrlich zuerst das Handy und dann das Internet. Bemerkenswert finde ich, dass beide Innovationen damit zu tun haben, dass wir offenbar an heilloser Kommunikationsnot leiden. Die grĂ¶ĂŸte Angst von uns allen ist vielleicht, eines Tages einfach irgendwo von den anderen vergessen zu werden.

                                                                                                          Was ist Ihr Lieblingsmedium?
                                                                                                          Papier. In meinem ersten Leben war ich Grafikdesigner und ich bin dem Papier auf immer verbunden. Ich hatte frĂŒher eine groteske Zeitschriftenkaufmanie (je ausgefallener, desto toller), und die verbliebene Ersatzhandlung davon ist der Kauf vieler BĂŒcher. SelbstverstĂ€ndlich hat es gar nichts damit zu tun, ob ich viel lese oder nicht. Ich will besitzen und anfassen können und das GefĂŒhl haben, all das wissen zu können, was drin steht. Vielleicht bin ich auch einfach ein Messie. Ich kann nix wegwerfen, was schön gestaltet ist (zuletzt z.B. an meiner Wand gelandet ist eine Teebeutelverpackung von Harney & Sons “White Vanilla Grapefruit”).

                                                                                                          Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?
                                                                                                          Meinen Standardtraum, der mich bestimmt schon eine Trilliarde Mal heimgesucht hat: Ich irre in einem gigantischen Hotel herum mit unzÀhligen Stockwerken und riesigen SÀlen und Freitreppen. Das Hotel Àndert sich in jedem Traum, die Story ist aber immer gleich. Alles ist irgendwie mega, und ich bin darin ein kleiner Punkt. Vermutlich verbirgt sich dahinter eine geheime, wichtige Message aus dem Universum, die ich bisher noch nicht dechiffriert habe.

                                                                                                          Sind Sie modebewusst?
                                                                                                          Also meine Phantasie wĂ€re, morgens im Schlafanzug aus dem Haus gehen zu können. WĂ€r das herrlich: Nix ĂŒberlegen mĂŒssen, rumlĂŒmmeln können, sich wohlfĂŒhlen. Wenn ich einen schlechten Tag habe, sehe ich ein bisschen nach Schlafanzug aus. Wenn ich einen guten Tag habe, ziehe ich mich zumindest so an wie ein MĂ€dchen und nicht wie unser Hausmeister.

                                                                                                          Was ist Ihre liebste Ausrede?
                                                                                                          “Da kann ich nicht, an dem Abend sind schon drei andere Sachen”. Meistens ist das aber gar keine Ausrede.

                                                                                                          Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?
                                                                                                          “Wie groß bist Du eigentlich?”. (AAAARGH).

                                                                                                          Twitter: @wikipippi


                                                                                                          1. Humankapital

                                                                                                            vergraemer

                                                                                                            TaubenvergrÀmer

                                                                                                            ZufÀllig tritt der TaubenvergrÀmer am Samstag 28.08. live im St. Oberholz auf und zwar in der niegelnagelneuen und ersten The St. ObervergrÀmer Show.

                                                                                                            Was machen Sie eigentlich?
                                                                                                            Den Ort, an dem ich mich gerade aufhalte, so schnell wie möglich verlassen.

                                                                                                            Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                                            An alles. Bis ich unterschrieben habe. Erst dann fÀllt mir ein, dass ich ja gutglÀubig bin, und halte die Luft an, dass es trotzdem gut geht.

                                                                                                            Was ist Ihr Beruf?
                                                                                                            TaubenvergrÀmer.

                                                                                                            Was ist Ihre Berufung?
                                                                                                            Über mich schlecht denken. Aber ĂŒber die anderen auch.

                                                                                                            (mehr…)


                                                                                                            1. Dein Ring kleiner Hobbit

                                                                                                              ringGestern wurde ein Ring vergessen. Er wurde aus Edelstahl gefertigt und hat einen Durchmesser von 12 mm. Sein Stein ist aus aus Kunststoff und schwarz. Der Stein hat einen Durchmesser von 3 mm und wird von einer gezackten Fassung getragen.

                                                                                                              Komm, kleiner Hobbit und hole Deinen Ring.


                                                                                                              1. Humankapital

                                                                                                                rinke

                                                                                                                Moritz Rinke

                                                                                                                Was machen Sie eigentlich?

                                                                                                                Frage ich mich auch manchmal.

                                                                                                                Glauben Sie? Wenn ja, an was?

                                                                                                                Oh, große Frage. Vielleicht muss fĂŒr mich selbst erst darĂŒber erst nachdenken, ich lasse dies ja sonst immer an meine Figuren tun, am besten kann dies Jaro aus “Cafe Umberto”, der will eine “Akademie fĂŒr Selbstachtung” grĂŒnden; Jaro glaubt eigentlich, dass wir alles können, wenn wir nur an UNS glauben.

                                                                                                                Was ist Ihr Beruf?

                                                                                                                Autor. Schriftsteller. Manchmal auch Schauspieler. Und natĂŒrlich Fußballer!

                                                                                                                Was ist Ihre Berufung?

                                                                                                                Behalte ich fĂŒr mich. Tue es lieber! Wie heißt es noch beim großen G (oder warÂŽs Eckermann?) Rede nicht, bilde …

                                                                                                                Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?

                                                                                                                Große Vorbilder zu treffen, das ist ganz gefĂ€hrlich, wenn man Sie behalten will. WĂŒrde trotzdem gern Woody Allan, Philipp Roth und Lionel Messi treffen.

                                                                                                                Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?

                                                                                                                Es war alles schon ganz richtig so.

                                                                                                                Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?

                                                                                                                NullkĂŒck (Aus dem Moritz Rinke Roman “Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel”, Anm. d. Red.)

                                                                                                                FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?

                                                                                                                Hedge-Fonds, wenn sie besteuert werden. Manche Kulturjournalisten, wenn sie niedertrÀchtig sind.

                                                                                                                Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?

                                                                                                                Nö.

                                                                                                                Wie alt möchten Sie werden?

                                                                                                                Alter interessiert mich nicht.

                                                                                                                Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

                                                                                                                Ja!

                                                                                                                HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?

                                                                                                                Ja. Was die Literatur betrifft, der amerikanischen, nur leben möchte ich da auch nicht. Vielleicht IslÀnder oder Lette? Oder Spanier auf Lanzarote! Allerdings muss ich auch sagen: Ich lebe auch durch den Widerspruch, durch die Reibung mit dem Deutschen, durch das Umstrittene.

                                                                                                                WofĂŒr sind Sie dankbar?

                                                                                                                FĂŒr mein Leben.

                                                                                                                Welches Buch lesen Sie gerade?

                                                                                                                Max Frisch. Skizzen zu einem dritten Tagebuch.

                                                                                                                Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?

                                                                                                                Möchte ich nicht sagen, es sind aber einige.

                                                                                                                Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?

                                                                                                                Erst war es in der Kindheit mein Schweizer Taschenmesser, der Radiowecker und der Walkman, dann kam das Handy und das Internet. Wie das wohl weitergeht?

                                                                                                                Was ist Ihr Lieblingsmedium?

                                                                                                                BĂŒcher!

                                                                                                                Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?

                                                                                                                HĂ€h? Bei Bayern-Bremen (O:4) habe ich die Augen geschlossen.

                                                                                                                Sind Sie modebewusst?

                                                                                                                Geht so.

                                                                                                                Was ist Ihre liebste Ausrede?

                                                                                                                Ich habe ein neues Handy, das ich noch nicht so gut bedienen kann, darum konnte ich nicht so schnell antworten.


                                                                                                                1. Humankapital

                                                                                                                  autorenfoto_sebastian_sooth_kl

                                                                                                                  Sebastian Sooth

                                                                                                                  Was machen Sie eigentlich?
                                                                                                                  Fragen beantworten. Und Antworten suchen. Und Sie?

                                                                                                                  Glauben Sie? Wenn ja, an was?
                                                                                                                  An die schöpferische Kraft des Menschen. Und daran, dass das mit der Befreiung aus der selbstverschuldeten UnmĂŒndigkeit doch noch eines Tages was wird.

                                                                                                                  Was ist Ihr Beruf?
                                                                                                                  Ich bin freier Projektmanager und Berater. Ich berate Menschen und Organisationen, wie sie das Netz in ihren Strukturen und Prozessen nutzen können. Und organisiere Veranstaltungen, entwerfe Webanwendungen, unterstĂŒtze die Ideen von neuer Arbeit und Coworking und bin Hausmeister im Studio 70 (http://studio70.info).

                                                                                                                  Was ist Ihre Berufung?
                                                                                                                  Ich versuche, Menschen dabei zu unterstĂŒtzen, sich selbst zu verwirklichen und ihnen die Umsetzung eigener Ideen zu ermöglichen. Und so die Welt StĂŒck fĂŒr StĂŒck besser zu machen.

                                                                                                                  Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
                                                                                                                  Karl Popper, Joseph Beuys und Frederic Vester hĂ€tte ich gerne mal persönlich kennengelernt. Douglas Adams durfte ich zum GlĂŒck einmal erleben. Ansonsten hab ich durch meine Arbeit und das Netz so viele Kontakte zu spannenden Menschen, dass ich kein grĂ¶ĂŸeres BedĂŒrfnis habe, jemanden bestimmten zu treffen. Aber mit Juli Zeh wĂŒrde ich gerne mal was zusammen machen.

                                                                                                                  Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?
                                                                                                                  Niemandem. Ich habe viel von Leuten gelernt, die mir gezeigt haben, wie ich nicht werden möchte.

                                                                                                                  Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?
                                                                                                                  MacGyver oder Jack O’Neill. Und Zora fand ich immer viel besser als Robin.

                                                                                                                  FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?
                                                                                                                  Ich kann viel zu gut mitleiden.

                                                                                                                  Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?
                                                                                                                  Mir wĂŒrde es schon reichen, könnte ich Gesichter gut erinnern. FĂŒr alles andere habe ich Google.

                                                                                                                  Wie alt möchten Sie werden?
                                                                                                                  Einerseits fĂ€nde ich es spannend, ĂŒber 100 zu werden. Andererseits hieße es aber auch schon bei einer Aussicht auf 70 Jahre, dass man noch mindestens vier mal die Aktionen der letzten 10 Jahre neu erfinden mĂŒsste. Aber vergeht im Alter die Zeit nicht sowieso immer schneller?

                                                                                                                  Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
                                                                                                                  Nein. Es sei denn, das Abschaffen von Befehlen wÀre umsetzbar.

                                                                                                                  HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?
                                                                                                                  Ich wĂŒnschte, das Prinzip der Nationalstaaten wĂŒrde sich endlich erledigen. Aber regional gesehen wĂ€re ich gerne New Yorker. Aber das kann ja noch was werden.

                                                                                                                  WofĂŒr sind Sie dankbar?
                                                                                                                  Bis heute nicht ernsthaft krank gewesen zu sein. Und dafĂŒr, dass der kalte Krieg noch zum Anfang meiner PubertĂ€t beendet wurde.

                                                                                                                  Welches Buch lesen Sie gerade?
                                                                                                                  Die Wikipedia. Jeden Tag mehrere Kapitel. Eben gerade zum Beispiel einen Artikel ĂŒber den Velaro http://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_Velaro – den weiterentwickelten ICE, wie er in Spanien, China und Rußland im Einsatz ist. Sowie alles, was mein MacBook so hergibt. Ansonsten gerade ein paar BĂŒcher ĂŒber die VerĂ€nderungen in der Arbeitswelt, z.B. Unternehmen 2020 von Tim Cole. Und Castells Netzwerkgesellschaftstriologie schiebe ich seit langem vor mir her, ebenso Seite 13ff von Backup.

                                                                                                                  Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?
                                                                                                                  Jana Hensels Zonenkinder – die schlimmste Verallgemeinerung eigener Kindheitstraumata, die ich je las. Seitdem kann ich das Wort “wir” nicht mehr unbefangen in den Mund nehmen. Dan Brown, Digital Fortress – eher eine SchreibĂŒbung als ein Buch. Und ein drittes, das fĂ€llt mir jetzt aber nicht mehr ein, es hatte aber eine sehr große Schrift und kam aus einem Bahnhofskiosk.

                                                                                                                  Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?

                                                                                                                  Ganz klar: Die Erfindung des Computers. Und die Vernetzung der Welt.

                                                                                                                  Was ist Ihr Lieblingsmedium?

                                                                                                                  Ich mag Texte, gedruckt oder digital. Ich les auch die Aufschrift der Zahnpastatube, wenn ich nichts anderes habe. Schlechte Texte mag ich gar nicht. Videos und VortrĂ€ge machen mich kirre, weil sie mich in eine lineare, starre Konsumentenhaltung zwĂ€ngen und noch dazu 100 mal soviel Zeit fĂŒr die Vermittlung einer Information brauchen.

                                                                                                                  Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?

                                                                                                                  Die Verfolgungsjagd durch Paris in Ronin. Gute alte analoge Handarbeit.

                                                                                                                  Sind Sie modebewusst?
                                                                                                                  Schwarz ist das neue schwarz, und damit kommt man ganz gut durch den Tag. Ich bewundere aber auch den Herren, der sich einfach 100 mal diesselbe Kleidung kaufte und damit durch den Rest des Lebens ging.

                                                                                                                  Was ist Ihre liebste Ausrede?
                                                                                                                  Ich mag keine Ausreden.

                                                                                                                  Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?

                                                                                                                  Wollen wir mal wieder ein Bier zusammen trinken gehen?

                                                                                                                  http://sooth.de/

                                                                                                                  @sebaso


                                                                                                                  1. 10-Euro-Schein

                                                                                                                    zehn_euroGestern wurde ein halber 10-Euro-Schein vergessen. Er ist ziemlich genau in der Mitte zerrissen worden. Sein Zustand ist nicht besonders gut, er weist starke Gebrauchsspuren auf.
                                                                                                                    Sollte der Besitzer der anderen HĂ€lfte sich nicht bei uns melden, sind wir gerne bereit unsere HĂ€lfte fĂŒr 5 Euro zu verkaufen.


                                                                                                                    1. Humankapital

                                                                                                                      peter_bihr

                                                                                                                      Peter Bihr / thewavingcat

                                                                                                                      Was machen Sie eigentlich?

                                                                                                                      Ich schreibe Emails und Papiere und organisiere gelegentlich eine Veranstaltung. Gerne trinke ich dabei einen Flat White.

                                                                                                                      Glauben Sie? Wenn ja, an was?

                                                                                                                      Ich bin völlig unreligiös und vertraue lieber der Wissenschaft. Obwohl ich das Flying Spaghetti Monster fĂŒr einen sehr interessanten Ansatz halte.

                                                                                                                      Was ist Ihr Beruf?

                                                                                                                      Ich behalte das Netz im Auge und erklÀre die interessantesten Funde Firmen, die dazu selbst nicht die Zeit finden. Ein anderes Wort wÀre wohl Strategieberatung.

                                                                                                                      Was ist Ihre Berufung?

                                                                                                                      Mir macht es großen Spaß, Dinge genauer zu untersuchen und zu sehen, ob und wie man sie verbessern kann. Das kann alles sein: Produkte, Veranstaltungen, unsere Stadt. Gilt das als Berufung? Schwer zu sagen. Aber es treibt mich an.

                                                                                                                      Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?

                                                                                                                      Es gibt so viele spannende Menschen, die ich gerne treffen wĂŒrde – zum GlĂŒck habe ich oft die Chance, sie auch wirklich zu treffen. Dem Internet sei Dank!

                                                                                                                      Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?

                                                                                                                      Diese Begegnung steht glĂŒcklicherweise wohl noch aus.

                                                                                                                      Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?

                                                                                                                      Fake Steve Jobs?

                                                                                                                      FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?

                                                                                                                      Prinzipiell fĂŒr all diejenigen, die Mist bauen und das mit voller Absicht tun. Vor allem, wenn sie bereit sind, in Kauf zu nehmen, dass das anderen schaden könnte. Und natĂŒrlich fĂŒr Leute, die ihre Nutellabrote mit Butter essen.

                                                                                                                      Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?

                                                                                                                      Bloß nicht – aber falls mir mal ein Detail entfĂ€llt, stehen die Chancen nicht schlecht, es mit einer Mischung aus Google, Twitter, Foursquare, Flickr und Facebook wieder zu finden.

                                                                                                                      Wie alt möchten Sie werden?

                                                                                                                      Da lasse ich mich gerne ĂŒberraschen. Aber Jetpacks wĂŒrde ich schon noch gerne in Aktion sehen.

                                                                                                                      Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

                                                                                                                      Kommt darauf an – Meinungen und BedĂŒrfnisse von Minderheiten werden ja gerade in Demokratien auch anerkannt, selbst wenn sie gegen die Mehrheitsmeinung sind. Mehrheitsmeinung sollte ja nicht mit der “Wisdom of the Crowd” verwechselt werden. Wie heißt es so schön: “With great power comes great responsibility.” Insgesamt bin ich aber doch eher ein Fan von Konsens.

                                                                                                                      HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?

                                                                                                                      Nationalstaaten wirken vor dem Hintergrund globaler Kommunikation immer so ein bisschen archaisch.

                                                                                                                      WofĂŒr sind Sie dankbar?

                                                                                                                      Vorsicht, jetzt wird’s pathetisch: Gesundheit, dass ich in Frieden aufwachsen durfte & fĂŒr ein tolles soziales Umfeld. Und natĂŒrlich dafĂŒr, Berlins Wandel seit inzwischen fast zehn Jahren mitverfolgen zu können.

                                                                                                                      Welches Buch lesen Sie gerade?

                                                                                                                      In der Regel lese ich krĂ€ftig durcheinander und gerne auch mehrere BĂŒcher gleichzeitig, auch wenn sich dadurch jedes Einzelne etwas lĂ€nger hinziehen kann. Momentan sind das zwei eher leichte Romane (Shades of Grey von Jasper Fford und Anathem von Neal Stephenson) und als ErgĂ€nzung Ray Kurzweils “The Singularity Is Near”, an dem ich schon lĂ€nger kaue.

                                                                                                                      Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?

                                                                                                                      Das ist ja das Schöne an BĂŒchern: Wenn man sie nicht lesen will, muss man nicht. Wenn ein Buch mich langweilt, fliegt es raus. Deshalb ist die Liste mit BĂŒchern, die ich noch lesen möchte glĂŒcklicherweise etwas lĂ€nger.

                                                                                                                      Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?

                                                                                                                      Das wÀre dann wohl das Internet.

                                                                                                                      Was ist Ihr Lieblingsmedium?

                                                                                                                      Das wĂ€re dann wohl das Internet. Obwohl man natĂŒrlich argumentieren kann, dass das Netz eher ein Metamedium… aber lassen wir das.

                                                                                                                      Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?

                                                                                                                      Wenn meine Augen mal zu sind, dann freue ich mich, auch einfach mal nichts zu sehen…

                                                                                                                      Sind Sie modebewusst?

                                                                                                                      Einen Fashionblog sollte ich lieber nicht schreiben.

                                                                                                                      Was ist Ihre liebste Ausrede?

                                                                                                                      Entschuldigung, ich muss zum Flötenunterricht.

                                                                                                                      Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?

                                                                                                                      Dazu Milch oder Zucker?

                                                                                                                      Peter Bihr entwickelt Strategien fĂŒr’s Netz und organisiert gelegentlich Veranstaltungen mit Internetbezug.

                                                                                                                      Twitter: http://twitter.com/thewavingcat

                                                                                                                      Blog: http://www.thewavingcat.com/


                                                                                                                      1. LebenskĂŒnstler: Bist Du

                                                                                                                        lebenskuenstlerGestern wurde ein BĂŒchlein vergessen. Es trĂ€gt den Titel “GlĂŒcksbringer zum Geburtstag”. Es besitzt ein quadratisches Grundformat und ist gebunden. Die SeitenlĂ€nge betrĂ€gt 12,5 cm.
                                                                                                                        Das Cover ist mit Blumen und MarienkĂ€fern geschmĂŒckt. Auf Seite 1 hat jemand eine Widmung hineingeschrieben: “Herzlichen GlĂŒckwunsch zu Deinem 32. Geburtstag und alles Liebe + Gute. Deine Mama”.
                                                                                                                        Unsere Lieblingsseite seht Ihr hier abgebildet. Das Wort LebenskĂŒnstler wurde unterstrichen und mit einem Kommentar versehen: “bist Du”. Dieser Kommentar wurde in der gleichen Handschrift verfasst wie die Widmung auf Seite 1.

                                                                                                                        Das finden wir schön und wĂŒrden dieses unersetzliche StĂŒck gerne gerne wieder dem LebenskĂŒnstler ĂŒbergeben.


                                                                                                                        1. Humankapital

                                                                                                                          thomas_praus

                                                                                                                          Thomas Praus / Stylewalker

                                                                                                                          Was machen Sie eigentlich?

                                                                                                                          Internetberatung, Agenturpartner PANORAMA3000

                                                                                                                          Glauben Sie? Wenn ja, an was?

                                                                                                                          Ich mag die Idee von Religion, dass es da etwas grĂ¶ĂŸeres, metaphysisches gibt und daran glaube ich schon in einer Form von Gott.

                                                                                                                          Was ist Ihr Beruf?

                                                                                                                          s.o.

                                                                                                                          Was ist Ihre Berufung?

                                                                                                                          Die Welt ein ganz ganz kleines bisschen besser zu machen, zumindest nicht schlechter.

                                                                                                                          Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?

                                                                                                                          Obama

                                                                                                                          Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?

                                                                                                                          Lisa, in der 6. Klasse

                                                                                                                          Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?

                                                                                                                          James Bond

                                                                                                                          FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?

                                                                                                                          Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?

                                                                                                                          Nein, vergessen ist gut.

                                                                                                                          Wie alt möchten Sie werden?

                                                                                                                          mindestens 80

                                                                                                                          Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

                                                                                                                          natĂŒrlich

                                                                                                                          HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?

                                                                                                                          nicht wirklich, man hat schon GlĂŒck hier geboren zu sein

                                                                                                                          WofĂŒr sind Sie dankbar? Welches Buch lesen Sie gerade?

                                                                                                                          FĂŒr Gesundheit und glĂŒckliche FĂŒgungen im Lesen, Houllebeque, Plattform

                                                                                                                          Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?

                                                                                                                          pff..

                                                                                                                          Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?

                                                                                                                          Internet

                                                                                                                          Was ist Ihr Lieblingsmedium?

                                                                                                                          Mein Blog

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                                                                                                                          Pulp Fiction

                                                                                                                          Sind Sie modebewusst?

                                                                                                                          geht so

                                                                                                                          Was ist Ihre liebste Ausrede?

                                                                                                                          Wenn ich vorher gewusst hÀtte, dass dir das so wichtig ist..

                                                                                                                          Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?

                                                                                                                          Genau das.

                                                                                                                          Blog: http://www.stylewalker.net


                                                                                                                          1. Humankapital

                                                                                                                            mspro

                                                                                                                            Michael Seemann / mspro

                                                                                                                            Was machen Sie eigentlich?

                                                                                                                            Rumliegen. Nur im St. Oberholz, da sitz ich manchmal grade.

                                                                                                                            Glauben Sie? Wenn ja, an was?

                                                                                                                            Ich glaube ne ganze Menge Dinge. Vor allem aber glaube ich, dass alles am ende gut wird.

                                                                                                                            Was ist Ihr Beruf?

                                                                                                                            Hm, vielleicht Wissenschaftler?

                                                                                                                            Was ist Ihre Berufung?

                                                                                                                            Antworten auf Fragen zu finden. Zum Beispiel hier.

                                                                                                                            Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?

                                                                                                                            Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass alle Leute, die ich treffen wollte und dann getroffen habe, auch nur normale Menschen sind, hab ich da eigentlich gar kein so einzugrenzendes BedĂŒrfnis. Aber allgemein treffe ich gerne intelligente, inspirierende Menschen.

                                                                                                                            Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?

                                                                                                                            Das kann ich jetzt hier nicht so sagen.

                                                                                                                            Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?

                                                                                                                            mspro

                                                                                                                            FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?

                                                                                                                            Wehleidige Menschen. Neidische Menschen. Zum Beispiel fĂŒr viele Journalisten.

                                                                                                                            Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?

                                                                                                                            Ich denke gar nicht, dass es hier um eine Frage des Wollens geht. Aber ja, ich komm mit dem Internet prima zurecht, danke der Nachfrage.

                                                                                                                            Wie alt möchten Sie werden?

                                                                                                                            Da hab ich noch keine Antwort drauf gefunden. Irgendwas ist schließlich immer. Ich bin zum Beispiel gerade total gespannt, wie die Landtagswahl in NRW ausgeht. Vorher möchte ich wirklich nicht sterben.

                                                                                                                            Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

                                                                                                                            Ja. Denn ich wĂŒrde befehlen, dass man mir auf der Stelle die Befehlsgewalt entzieht. (ok, vorher wĂŒrde ich noch schnell die Preise fĂŒr Applerechner massiv senken)

                                                                                                                            HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?

                                                                                                                            Hm, nein. Ich hab kein Problem mit meinem Deutschsein. Auch wenn ich hier und da nicht recht reinpasse. Irgendwie brauch ich aber auch den Widerspruch. Und insgesamt finde ich es schon sehr lebenswert hier. Vor allem in Berlin.

                                                                                                                            WofĂŒr sind Sie dankbar?

                                                                                                                            Ich hoffe, dass ich dankbar genug bin. Ich glaube aber kaum, dass das geht. Mir geht es auf so vielen unterschiedlichen Ebenen sowas von gut, dass das beinahe unanstĂ€ndig ist. Ich frage mich fast tĂ€glich, ob ich das ĂŒberhaupt so richtig zu wĂŒrdigen weiß. Wie gesagt: ich hoffe ja.

                                                                                                                            Welches Buch lesen Sie gerade?

                                                                                                                            Ich lese gerade Jean-Claude Kaufmann: Die Erfindung des Ich.

                                                                                                                            Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?

                                                                                                                            Ich glaube, jedes Buch, dass ich gelesen habe, war mir auf die eine oder andere Art nĂŒtzlich. Ich glaube eh nicht, dass Information bereuhbar ist, oder sein sollte.

                                                                                                                            Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?

                                                                                                                            Vermutlich der Computer und das Internet. Vor allem, weil ich diesen Umbruch so unmittelbar miterlebt habe. Und ich denke nicht, dass das bald aufhört.

                                                                                                                            Was ist Ihr Lieblingsmedium?

                                                                                                                            Vom Internet als Medium zu reden, geht, denke ich fehl. Einzelne Dienste schon eher. In sofern war jetzt lange Twitter mein Lieblingsmedium, davor waren es Blogs. Derzeit sind es aber wieder eher Blogs.

                                                                                                                            Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?

                                                                                                                            Keinen. Wie geht das?

                                                                                                                            Sind Sie modebewusst?

                                                                                                                            Ich versuche nicht scheiße auszusehen, wenn ich aus dem Haus gehe. Wenn mir das (manchmal) gelingt, bin ich zufrieden.

                                                                                                                            Was ist Ihre liebste Ausrede?

                                                                                                                            Ich habe es eigentlich ganz gut schafft mir ein Leben ohne RechtfertigungszwÀnge aufzubauen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wo ich mich das letzte mal rausreden musste.

                                                                                                                            Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?

                                                                                                                            “Darf ich mal durch?” von diesem Typen, der mich gestern in der U-Bahn angerempelt hat. Aber das wĂŒrde hier nicht her passen.

                                                                                                                            Twitter: http://twitter.com/mspro

                                                                                                                            Blog: http://mspr0.de/


                                                                                                                            1. Kathi

                                                                                                                              kathiGestern wurde ein SchlĂŒsselbund vergessen. Es befinden sich zwei FahrradschlĂŒssel daran. Der SchlĂŒsselanhĂ€nger ist klassisch gestaltet, hellgrĂŒn in seiner Grundfarbe. Auf dem SchlĂŒsselanhĂ€nger befindet sich ein Aufkleber aus Papier, der hĂ€ndisch beschriftet wurde. Dort steht geschrieben “Kathi Fahrradschloß”. Die beiden FahrradschlĂŒssel sind identisch, also beide fĂŒr ein Schloss geeignet.
                                                                                                                              Kathi, willst Du die SchlĂŒssel wiederhaben? Wenn nein, verrate uns bitte wenigstens wo Dein Fahrrad steht. Und das verrate uns bitte schnell, denn wir sind hier am Rosenthaler Platz!


                                                                                                                              1. Dromedar

                                                                                                                                dromedarGestern wurde ein AnhĂ€nger vergessen. Es handelt sich um ein Dromedar. Das Dromedar ist 26 mm lang, 17 mm hoch und sein Bauchdurchmesser an der mĂ€chtigtsen Stelle betrĂ€gt 11 mm. An der höchsten Stelle des RĂŒckens, also an seinem Höcker, befindet sich ein kleiner metallischer Haken. Mit diesem Haken war es an irgendetwas befestigt. Vermutlich etwas, das sehr viel grĂ¶ĂŸer ist als es selber. Ein Tuch, eine Tasche oder ein Ohr eines Menschen.
                                                                                                                                Wir können nicht genau sagen, aus was das Dromedar hergestellt wurde. An seiner Bauchunterseite ist in der Mitte eine Art FĂŒllpunkt zu sehen, an den FĂŒĂŸen deutliche NĂ€hte. Daher schliessen wir auf eine Gußtechnik. Trotz der NĂ€hte und trotz der Spezialisierung zur HĂ€ngung steht das Tier sehr sicher auf allen Vieren.
                                                                                                                                Wir wissen, dass es sich nicht um ein Kamel handelt, da es nur einen Höcker besitzt. Was wir nicht wussten, ist, dass das Dromedar in seinem Höcker keinen Wasservorrat wie das Kamel anlegt, jedoch bedarfsweise in seinem Magen. Interessant.


                                                                                                                                1. Der lustige Kaffeetrinker

                                                                                                                                  notizbuch_octGestern wurde ein Kalender vergessen.  Er hat ein schwarzes Cover und besitzt in geschlossem Zustand die GrĂ¶ĂŸe DIN A6. Er ist aus dem Jahr 2009 und enthĂ€lt neben vielen Terminen auch einige erwĂ€hnenswerte Skizzen. Eine dieser Skizzen, die wir nicht vorenthalten wollen, sei hier beispielhaft erlĂ€utert:

                                                                                                                                  Ein menschenĂ€hnliches Geschöpf hĂ€lt eine Kaffeetasse in der einen und einen Kaffeelöffel in der anderen Hand. Die Haare sind durch einen Mittelscheitel getrennt und fallen links und rechts ĂŒppig an den Kopfseiten herab. Das Geschöpf lĂ€chelt zufrieden und scheint kurz davor zu sein, das sich in der Kaffeetasse befindende GetrĂ€nk, vermutlich Kaffee, zu trinken. Den Löffel hĂ€lt es in Vorfreude nach oben und vom Körper weg.
                                                                                                                                  Unter dem menschenĂ€hnlichen Geschöpf, von dem ĂŒbrigens nur der Rumpf, der Kopf und die oberen ExtremitĂ€ten gezeigt werden, befindet sich wiederum auch eine Kaffeetasse, allerdings ohne Henkel.

                                                                                                                                  Eine schöne Skizze, wir nennen sie der “lustige Kaffeetrinker”.


                                                                                                                                  1. Draculagebiss

                                                                                                                                    gebiss

                                                                                                                                    Gestern wurde ein Draculagebiss vergessen. Es handelt sich um ein handelsĂŒbliches Draculagebiss, dass man in jedem gut sortierten Fachhandel erwerben kann.
                                                                                                                                    Es zeigt deutliche Gebrauchsspuren. Wir vermuten einen Zusammenhang zum heuten Karnevalsdonnerstag.

                                                                                                                                    Kein anderer Tag schmĂŒckt sich mit so viele Namen: Weiberdonnerstag, Weiberfastnacht, Weiberfasching, Wieverfastelovend, Faisse Dunnschdig, Unsinniger Donnerstag, Lumpiger Donnerstag, Schmutziger Donnerstag, Schmotzigen Donnerstag, Schmotziger Dunschtig, Schmotziga Dorschdich, Schmotziga Dauschteg, Gombiger Doschdig, Glombiger Doschdig oder einfach nur Schmotziga, in der Schweiz Schmutziger Donnerstag.

                                                                                                                                    Nicht schlecht, finden wir.


                                                                                                                                    1. Tampon

                                                                                                                                      obGestern wurde ein Tampon vergessen. Es handelt sich um den Typ “o.b. Pro Comfort Super”.
                                                                                                                                      Auf der Seite des Herstellers wurde fĂŒr die Produktberatung ein kleiner Tamponfinder ausgearbeitet, der den Klienten nach Beantwortung der Fragen zielsicher zu seinem passenden Tampon fĂŒhrt.
                                                                                                                                      Wer uns sagen kann wie man die Fragen beantworten muss, um dieses Exemplar hier im Tamponfinder als Empfehlung zu erhalten, der erhĂ€lt von uns eine Kaffeeflatrate fĂŒr einen Tag und selbstverstĂ€ndlich auch diesen Tampon.
                                                                                                                                      Denn auch wir wollen fĂŒr unsere GĂ€ste nur die passenden Produkte anwenden.

                                                                                                                                      Hier der Tamponfinder:
                                                                                                                                      www.ob-online.de/tampons/tamponfinder.jsc

                                                                                                                                      Das RĂ€tsel wurde geknackt! Herzlichen GlĂŒckwunsch zu diesem schönen Tampon und der Kaffeeflatrate an Marcus & Katharina.


                                                                                                                                      1. LaubsÀgearbeit

                                                                                                                                        ohrGestern wurde ein Ohrschmuck vergessen. Wir scheuen uns vor dem Begriff Ohrring, obwohl das Objekt eine kreisförmige GrundflĂ€che besitzt. Der Ohrschmuck besteht aus Sperrholz mit einer StĂ€rke von 3 mm. Das Sperrholz ist braun gebeizt worden und innerhalb des Kreises wurden feinsĂ€uberlich und mit großem Aufwand verschieden geformte FlĂ€chen ausgesĂ€gt, sodass eine blumenartige Ornamentik entsteht. Wir vermuten dass dies mit einer LaubsĂ€ge passiert ist. Der Haken ist klassisch in Kupfer gehalten.
                                                                                                                                        Insgesamt scheint das Werk ein Unikat zu sein. Es ist angenehm leicht und grĂ¶ĂŸtenteils aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt. Es schont deshalb die Haut und lĂ€sst den TrĂ€ger als Fan von Nachhaltigkeit und Natur erscheinen.
                                                                                                                                        Wir fragen uns: hast Du noch einen zweiten passenden Ohrschmuck und vermisst diesen schmerzlich? Oder hast Du Dir bereits einen neuen ausgesÀgt?


                                                                                                                                        1. Victor, es ist ein Adventskalender

                                                                                                                                          adventHeute haben wir Dein Geschenk wie angekĂŒndigt geöffnet. Es ist ein Adventskalender der Firma Playmobil. Wenn Du alle TĂŒrchen geöffnet hĂ€ttest, hĂ€ttest Du einen schönen Ponyhof zusammenstellen können.
                                                                                                                                          Ponyhof? Tante Brigitta, Du hast doch nicht etwa unsere schöne Tafel mit “Das Leben ist kein Ponyhof” geklaut? Und lĂ€sst jetzt zufĂ€llig den Advenstkalender im Gastraum liegen mit der Aufschrift “FĂŒr Victor”. Das bedeutet fĂŒr den Sieger. Das riecht nach Verschwörungstheorie.


                                                                                                                                          1. Victor, Dein Geschenk

                                                                                                                                            geschenkGestern wurde ein Geschenk vergessen. Es ist in handelsĂŒbliches grobes Packpapier eingewickelt. Die Ausmaße betragen 48 x 27 x 8 cm. Es trĂ€gt die Aufschrift: FĂŒr Victor von Tante Brigitta. Der I-Punkt im Wort Victor ist ein Herz.
                                                                                                                                            Wenn man es schĂŒttelt, klappert der Inhalt. Wir vermuten Playmobil.
                                                                                                                                            Liebe Tante Brigitta, leider werden wir es nicht aushalten, das Geschenk nicht zu öffnen. Zumindest nicht bis Weihnachten. Wir können bis zum 16.12.2009 mit der Öffnung warten, nicht lĂ€nger. Nach der Öffnung berichten wir weiter.


                                                                                                                                            1. jtech

                                                                                                                                              vapianoGestern wurde ein EmpfĂ€nger der Firma jtech vergessen. Darauf steht geschrieben: Vapiano, Ganz gleich. Wo sie sitzen – ich habe ihre Pizza genau im Blick.
                                                                                                                                              Auf der Stirnseite befindet sich eine 8 und ein Blinklicht. Auf der RĂŒckseite ist eine ovale FlĂ€che mit kleinen Löchern darin. Wir gehen davon aus, dass sich dahinter ein Lautsprecher befindet.
                                                                                                                                              Vermutlich werden diese EmpfÀnger in Vapiano Restaurants benutzt, um den GÀsten anzuzeigen, dass ihre bestellte Ware fertiggestellt wurde. Der EmpfÀnger wird akustische Signale abgeben und vielleicht auch ein wenig blinken, wenn es soweit ist.
                                                                                                                                              Uns drĂ€ngen sich allerdings einige Fragen auf: Wie groß ist die Reichweite dieser ausgeklĂŒgelten Sender- und EmpfĂ€ngertechnik? Erreicht uns von der Freidrichstraße aus das Signal noch? Es bleibt spannend.


                                                                                                                                              1. TeelichtstÀnder

                                                                                                                                                kerzenstaenderGestern wurde dieser KerzenstĂ€nder vergessen. Genauer gesagt ein TeelichtstĂ€nder. Er hat einen Durchmesser von 80 mm und eine Höhe von 75 mm. An und fĂŒr sich ein schönes SeitenverhĂ€ltnis. Auf dem Glaskörper befindet sich eine Gravur, ein angedeutetes Blumenmuster.
                                                                                                                                                Der untere Teil besteht aus Kunststoff, der an Edelstahl erinnern soll. Im Zentrum befindet sich eine runde Vertiefung dessen Durchmesser etwas grĂ¶ĂŸer als der eines handelsĂŒblichen Teelichtes ist.
                                                                                                                                                Der TeelichtstÀnder ist nicht neu, sondern gebraucht.
                                                                                                                                                Bringt man sich ab und zu mal gerne mit in sein Stammcafé, so einen TeelichtstÀnder.


                                                                                                                                                1. Evergreen

                                                                                                                                                  evergreenGestern wurde dieses Foto vergessen. Mehrere auf ca. DIN A4 GrĂ¶ĂŸe gezogene Fotos waren zusammengerollt und mit einem Haushaltsgummi gehalten. Alle Motive zeigen junge MĂ€nner in Kampfbereitschaft.
                                                                                                                                                  Am allerbesten hat uns aber dieses Motiv hier gefallen. Drei KÀmpfer in Verteidigungspose mit Schlagstöcken bewaffnet.
                                                                                                                                                  Dahinter ein grĂŒner Überseecontainer mit der Aufschrift “evergreen” und ein blauer mit der Aufschrift “SENATOR”. Die KĂ€mpfer werden von vorne und unten mit Kunstlicht ausgeleuchtet. Der KĂ€mpfer ganz links hat auf seinen Unterarm tĂ€towiert:
                                                                                                                                                  “voluntas”. Das ist Latein und bedeutet “der Wunsch, das Verlangen”.
                                                                                                                                                  Wir wollen wissen: Was ist euer Wunsch? Gegen wen kĂ€mpft ihr? Seid ihr Globalisierungsgegner?”
                                                                                                                                                  Und: Bitte nicht hauen, weil wir das Bild veröffentlicht haben. Wir verwahren alle Prints vorbildlich unter besten Bedingungen auf, bis ihr kommt.


                                                                                                                                                  1. Mehr EffektivitÀt durch Multitasking

                                                                                                                                                    multitaskingGestern wurde dieses Notizbuch vergessen. Es handelt sich um ein Moleskine DIN A6 ohne Linierung. Die Seite die uns am Besten gefĂ€llt, zeigt eine Art Cartoon. Über der Zeichnung, auf der ein Mann abgebildet ist, der sich die ZĂ€hne und die Toilette gleichzeitig mit den jeweils dafĂŒr spezialisierten BĂŒrsten reinigt steht handschriftlich geschrieben: BeidhĂ€ndig – fĂŒr mehr EffektivitĂ€t.? Wir sind der Meinung, das ist eine gute Idee, die wir hier konservieren und veröffentlichen wollen, um allen unseren GĂ€sten mehr Freizeit und Lebensfreude zu ermöglichen.


                                                                                                                                                    1. Ten Pounds

                                                                                                                                                      queenGestern wurde ein zehn Pfund Schein vergessen. Auf der Vorderseite ist die Queen abgebildet, es steht in schöner Schrift geschrieben “Bank of England. I promise to pay the bearer on demand the sum of ten pounds”. Auf der RĂŒckseite ist Charles Darwin abgebildet, dort steht der gleiche Text, allerdings nicht in der gleichen Schrift.

                                                                                                                                                      Der Geldschein befindet sich in einem guten kaum gebrauchten Zustand. Leicht zerknittert, aber nicht unangenehm. Charles Darwin hat viel am Kinn und die Queen hat viel auf dem Kopf. Der Kurs steht heute bei EUR 0,9254.

                                                                                                                                                      Falls jemand nach England reist: Wir haben zehn Pfund gĂŒnstig abzugeben.



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