Gestern wurde ein Notizbuch vergessen. Es ist recht klein, 70 x 130 mm im geschlossenen Zustand. Auf dem Cover ist eine Frau abgebildet, die die Arme nach oben streckt. Im Innern befinden sich allerlei Notizen und auch eine Skizze. Die meisten Notizen und Ideen, die das Notizbuch handschriftlich beinhaltet, verstehen wir. Aber die Skizze, mit der tun wir uns ein bisschen schwer.
Im Zentrum der Skizze befindet sich der stilisierte Umriss Berlins. Nicht ganz genau gezeichnet, aber ein “B” in der Mitte lĂ€sst jeden Zweifel verfliegen, dass es sich nicht um Berlin handeln könnte. Rechts bzw. östlich von Berlin ist eine geschlossene TĂŒr abgebildet. Westlich von Berlin ein GlĂŒhbirne. Nordöstlich von Berlin, auf zwei Uhr eine Note mit Versetzungszeichen, auf zehn Uhr ein Stuhl.
Damit nicht genug. Im Norden Berlins ist eine MĂŒtze abgebildet und im SĂŒden ein Kussmund. Diese beiden Symbole, also Nord und SĂŒd sind mit einem Pfeil, in beide Richtungen verbunden. Die MĂŒtze liegt auf Wandlitz und der Kussmund auf Rangsdorf.
Wandlitz und Rangsdorf, MĂŒtze und Kussmund, der Stuhl und die Note, verschlossene TĂŒr und GlĂŒhbirne!
Wir sind dem Wahnsinn nahe.
MĂŒtze und Mund
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4. Juli 2011
by
Ansgar Oberholz •
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