Humankapital

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Barbara Bollwahn

Was machen Sie eigentlich?
Ich schreibe. Jugendromane und fĂŒr verschiedene Zeitungen. Wir können aber auch gerne du sagen.

Glauben Sie? Wenn ja, an was?
Bisweilen an mich.

Was ist Ihr Beruf?
Ich bin selbstÀndige Autorin.

Was ist Ihre Berufung?
Ich fĂŒhle mich zum Schreiben berufen.

Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
Ach, immer solche Fragen. Aber gut: Den kolumbianischen LiteraturnobelpreistrĂ€ger Gabriel Garcia Marquez, den spanischen Schauspieler Javier Bardem. Oder Gerard Depardieu, den wĂŒrde ich gerne mal auf seinem Weingut besuchen und mit ihm picheln.

Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?
Dem Sohn von Egon Krenz. Im Nachtzug von Basel nach Berlin saß er in der Bar. Zum Schluss waren wir ziemlich betrunken. NĂŒchtern hĂ€tte ich das nicht ausgehalten. Über diese nĂ€chtliche Begegnung habe ich eine Kolumne in der taz geschrieben.

Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?
Manchmal bin ich mir selbst fiktiv genug.

FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?
Kein Mitleid? FĂŒr …

Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?
Manchmal schon. Aber muss nicht sein.

Wie alt möchten Sie werden?
Möglichst alt – aber ohne dabei alt auszusehen.

Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
Und wenn die Mehrheit irrt?

HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?
Ja! In der DDR, wo ich die ersten 25 Jahre meines Lebens gelebt habe, hĂ€tte ich sonstwas dafĂŒr gegeben, in einem anderen Land zu leben.

WofĂŒr sind Sie dankbar?
Ich will nicht undankbar erscheinen, aber diese Frage klingt mir zu pathetisch.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich blĂ€tterte – siehe Foto – fasziniert in der japanischen Ausgabe einer der Jugendromane, die ich geschrieben habe.

Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?
Ach, ĂŒber langweilige BĂŒcher sollte man kein Wort verlieren. Gelesen, oder angefangen, und vergessen.

Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?
Gute Frage. Waschmaschine, Internet, Handy? Als Kind war es möglicherweise der Tintenkiller aus dem Westpaket.

Was ist Ihr Lieblingsmedium?
Ein Lieblingsmedium gibt es genau so wenig wie ein Lieblingsessen. Ich konsumiere so ziemlich alles.

Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?
Jetzt werd ich mal pathetisch: den Film des Lebens.

Sind Sie modebewusst?
Ach herrjeh. Ich bin selbstbewusst genug, Sachen anzuziehen, die mir gefallen, ob sie angesagt sind oder nicht, ist mir wurscht.

Was ist Ihre liebste Ausrede?
Das habe ich vergessen – wobei das keine Ausrede, sondern leider die Wahrheit ist.

Angenommen, es gĂ€be das bedingungslose Grundeinkommen, was wĂŒrden Sie anders machen?
Im Grunde nichts.

Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?
Warum ich ausgerechnet im Unterholz vom Oberholz arbeite.

Website: barbarinella.jimdo.com


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