
Andre KrĂŒger
Was machen Sie eigentlich?
Ich versuche, AktivitÀt zu entfalten. Begleitend trinke ich bevorzugt Kaffee.
Glauben Sie? Wenn ja, an was?
Ich glaube, dass mein Kaffee kalt wird, wÀhrend ich diese Fragen hier beantworte.
Was ist Ihr Beruf?
Meistens mache ich was mit digitaler Kommunikation: Beratung, Konzeption, Projektmanagement. Manchmal aber auch abseitigere Dinge wie Texten oder Fotografieren.
Was ist Ihre Berufung?
Kunst wĂ€re ganz schön gewesen, letztendlich reichte es jedoch nur fĂŒr das Flanieren und den MĂŒĂiggang.
Wen wĂŒrden Sie gerne treffen?
Jemanden, der mein Leben dauerhaft besser macht.
Wem wÀren Sie lieber nie begegnet?
Menschen, die mich sehr enttĂ€uscht haben, und dem besoffenen Typen, der mir vor fĂŒnf Jahren im Nachtbus auf die Jacke gekotzt hat.
Welche fiktive Figur wĂŒrden Sie gerne sein?
Eine Mischung aus Herr Rossi und Charlie Brown. Die Unbilden des Lebens wÀren als Comicfigur sicher leichter zu ertragen.
FĂŒr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?
Mit Mitleid bin ich eher groĂzĂŒgig. Das bringt zwar meistens nichts, kostet aber auch nur wenig.
Möchten Sie das absolute GedÀchtnis?
Nein. Erstrebenswerter wÀre es doch, gezielt Informationen aus dem GedÀchtnis löschen zu können.
Wie alt möchten Sie werden?
Nicht zu alt. Der Grenznutzen des Lebens nimmt mit zunehmendem Alter stark ab. Vielleicht sollte man einfach sterben, wenn das Geld alle ist.
Wenn Sie Macht hĂ€tten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, wĂŒrden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
Ich wĂŒrde Urlaubsreisen und Kaffeevariationen, die in GlĂ€sern serviert werden, verbieten.
HÀtten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?
Nationen sind mir relativ egal, wenngleich mir das Dasein in Europa ganz angenehm erscheint. Ich hÀtte es bevorzugt, in der Freien und Hansestadt Hamburg das Licht der Welt zu erblicken. Ansonsten bleibt man dort immer ein Quiddje.
WofĂŒr sind Sie dankbar?
Freunde zu haben, auch wenn das nicht immer einfach ist.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ein gutes Buch: “Ein Langer Brief an September Nowak”, von Markus Berges, dem SĂ€nger der wunderbaren Band Erdmöbel. ErzĂ€hlt wird die Geschichte einer Brieffreundschaft zu Zeiten als es noch kein Internet gab.
Welches Buch hÀtten Sie lieber nie gelesen?
Man kann beim BĂŒcherlesen jederzeit abbrechen. Von dieser Möglichkeit mache ich gelegentlich Gebrauch, wenn mir die LektĂŒre nicht zusagt.
Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprÀgt?
Vermutlich die Erfindung des Internets. Aber ohne die Erfindung des Rades und der Dampfmaschine wÀre alles nichts.
Was ist Ihr Lieblingsmedium?
Papier. Die Retrocharmekomponente macht sich ganz gut in der Antwort. Ein biĂchen stimmt es aber auch.
Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?
“Was mir gehört”, “Wie ich tanze” und “Der Soundtrack mit verstopften Ohren”.
Sind Sie modebewusst?
Ich weiĂ genau, wie schlecht ich gekleidet bin.
Was ist Ihre liebste Ausrede?
Entschuldigung, ich habe Ihre Frage gerade nicht verstanden.
Was wÀren Sie gerne noch gefragt worden?
“Was ist der Sinn des Lebens?” Ich hĂ€tte an dieser Stelle eine klare Antwort darauf geben können, aber ich wurde leider nicht danach gefragt.
Twitter: @bosch
Blog: boschblog.de

Ich kaufe ein accent aigu fĂŒr meinen Vornamen, ein “ich” fĂŒr Antwort drei und streiche eine Leerzeile aus Antwort 5. Mit dem Rest muss ich leben.
Kommentar von bosch — 17. November 2010 @ 13:27