Michael Seemann / mspro
Was machen Sie eigentlich?
Rumliegen. Nur im St. Oberholz, da sitz ich manchmal grade.
Glauben Sie? Wenn ja, an was?
Ich glaube ne ganze Menge Dinge. Vor allem aber glaube ich, dass alles am ende gut wird.
Was ist Ihr Beruf?
Hm, vielleicht Wissenschaftler?
Was ist Ihre Berufung?
Antworten auf Fragen zu finden. Zum Beispiel hier.
Wen würden Sie gerne treffen?
Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass alle Leute, die ich treffen wollte und dann getroffen habe, auch nur normale Menschen sind, hab ich da eigentlich gar kein so einzugrenzendes Bedürfnis. Aber allgemein treffe ich gerne intelligente, inspirierende Menschen.
Wem wären Sie lieber nie begegnet?
Das kann ich jetzt hier nicht so sagen.
Welche fiktive Figur würden Sie gerne sein?
mspro
Für wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?
Wehleidige Menschen. Neidische Menschen. Zum Beispiel für viele Journalisten.
Möchten Sie das absolute Gedächtnis?
Ich denke gar nicht, dass es hier um eine Frage des Wollens geht. Aber ja, ich komm mit dem Internet prima zurecht, danke der Nachfrage.
Wie alt möchten Sie werden?
Da hab ich noch keine Antwort drauf gefunden. Irgendwas ist schließlich immer. Ich bin zum Beispiel gerade total gespannt, wie die Landtagswahl in NRW ausgeht. Vorher möchte ich wirklich nicht sterben.
Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
Ja. Denn ich würde befehlen, dass man mir auf der Stelle die Befehlsgewalt entzieht. (ok, vorher würde ich noch schnell die Preise für Applerechner massiv senken)
Hätten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?
Hm, nein. Ich hab kein Problem mit meinem Deutschsein. Auch wenn ich hier und da nicht recht reinpasse. Irgendwie brauch ich aber auch den Widerspruch. Und insgesamt finde ich es schon sehr lebenswert hier. Vor allem in Berlin.
Wofür sind Sie dankbar?
Ich hoffe, dass ich dankbar genug bin. Ich glaube aber kaum, dass das geht. Mir geht es auf so vielen unterschiedlichen Ebenen sowas von gut, dass das beinahe unanständig ist. Ich frage mich fast täglich, ob ich das überhaupt so richtig zu würdigen weiß. Wie gesagt: ich hoffe ja.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese gerade Jean-Claude Kaufmann: Die Erfindung des Ich.
Welches Buch hätten Sie lieber nie gelesen?
Ich glaube, jedes Buch, dass ich gelesen habe, war mir auf die eine oder andere Art nützlich. Ich glaube eh nicht, dass Information bereuhbar ist, oder sein sollte.
Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprägt?
Vermutlich der Computer und das Internet. Vor allem, weil ich diesen Umbruch so unmittelbar miterlebt habe. Und ich denke nicht, dass das bald aufhört.
Was ist Ihr Lieblingsmedium?
Vom Internet als Medium zu reden, geht, denke ich fehl. Einzelne Dienste schon eher. In sofern war jetzt lange Twitter mein Lieblingsmedium, davor waren es Blogs. Derzeit sind es aber wieder eher Blogs.
Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?
Keinen. Wie geht das?
Sind Sie modebewusst?
Ich versuche nicht scheiße auszusehen, wenn ich aus dem Haus gehe. Wenn mir das (manchmal) gelingt, bin ich zufrieden.
Was ist Ihre liebste Ausrede?
Ich habe es eigentlich ganz gut schafft mir ein Leben ohne Rechtfertigungszwänge aufzubauen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wo ich mich das letzte mal rausreden musste.
Was wären Sie gerne noch gefragt worden?
“Darf ich mal durch?” von diesem Typen, der mich gestern in der U-Bahn angerempelt hat. Aber das würde hier nicht her passen.
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