1. Humankapital

    kerstin

    Kerstin Bock

    Was machen Sie eigentlich grad?
    Gerade, gerade? Mal wieder unvernĂĽnftiger Weise am Schreibtisch statt in Ruhe frĂĽhstĂĽcken und parallel Emails beantworten.
    Anders gesagt: Events organisieren und kommunizieren und internationalen Firmen den Weg in Deutschland ebnen.

    Glauben Sie? Wenn ja, an was?
    An Freundschaft. Und, dass sie Berge versetzen kann. Aber auch nur, wenn man darin investiert.

    Was ist Ihr Beruf?
    Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation.

    Was ist Ihre Berufung?
    Machen. Aber nicht statt reden – das gehört in meinem Beruf wiederum dazu.

    Wen wĂĽrden Sie gerne treffen?
    Da fielen mir so einige ein, leider zu viele, die ich nicht mehr treffen kann. Meinen Großvater zum Beispiel – der muss so etwas wie der Steve Jobs der Verarbeitungsindustrie gewesen sein. Ein Abendessen mit Beiden stelle ich mir ziemlich aufschlussreich vor.

    Wem wären Sie lieber nie begegnet?
    Ignoranten, nicht empathiefähigen Menschen – das lässt sich aber leider nicht vermeiden, schätze ich.

    FĂĽr wen oder was empfinden Sie kein Mitleid?
    Nörglern, die nur meckern, aber nichts am Status Quo ändern.

    Möchten Sie das absolute Gedächtnis?
    Es gibt wenig, was ich vergesse – Gesichter, Momente, Detailaufnahmen. Das gilt allerdings nicht für meinen Alltag, da vergesse ich so ziemlich alles, was man vergessen kann: meinen Schlüssel, mein iPhone, meinen Kopf – das eine wiegt aber das andere ziemlich gut auf. Mehr wäre, denke ich, zu viel des Guten.

    Wie alt möchten Sie werden?
    So alt, dass ich noch Herr meiner Sinne bin.

    Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?
    Ich bin einer Familie aufgewachsen, in der einem das Sozialdemokratenparteibuch am Liebsten in die Wiege gelegt werden wĂĽrde, was denkst du?

    Hätten Sie lieber einer anderen Nation angehört und wenn ja welcher?
    Als gebürtige Saarländerin gehöre ich gefühlt einer ganz eigenen Nation an und das ist auch gut so.

    WofĂĽr sind Sie dankbar?
    Dass in meine Leben alles immer irgendwie so gekommen ist, wie es kommen musste (nicht, dass ich nichts dafür getan hätte). Und für meine Freunde, die, die man schon ewig kennt und deren Freundschaft über Jahrzehnte und Ländergrenzen hält und für die, die man eigentlich eben erst kennengelernt hat, es sich aber wie Jahrzehnte anfühlt.

    Welches Buch lesen Sie gerade?
    “Nichts” von Jane Teller, ein sehr humor- und liebevoller Roman ĂĽber die Sinnlosigkeit des Lebens.

    Welches Buch hätten Sie lieber nicht gelesen?
    Herr der Ringe. Ja, ich weiß, Klassiker, Hochkultur, Allgemeinbildung – aber ich komme an alles, was auch nur annähernd Fantasy ist nicht ran. Meine blühende Phantasie reicht mir.

    Welche technische Innovation hat Ihr Leben am meisten geprägt?
    Langweilig, ich weiĂź, aber meine Freunde wĂĽrden mich auslachen, wenn ich jetzt nicht zugeben wĂĽrden, dass mein iPhone sowas wie mein siamesischer Zwilling ist.

    Was ist Ihr Lieblingsmedium?
    Ich liebe es nach wie vor der Haptik wegen, Bücher und Magazine in den Händen zu halten. Aber ansonsten bin ich wohl einfach wirklich ein Digital Natives, der sich online sowohl News als auch den Staubsauger beschafft.

    Welchen Film sehen Sie auch mit geschlossenen Augen?
    High Society. Den Film habe ich als Kind geliebt – meine Mutter wird das bestätigen und ihn vermutlich auch im Schlaf sehen können.

    Sind Sie modebewusst?
    Ich mache mir Gedanken, was ich morgens anziehe – ja. Meistens bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber auch nur meistens. Jede Frau kennt das.

    Was ist Ihre liebste Ausrede?
    Ich weiĂź auch nicht, wo ich die Zeit noch her holen soll.

    Was würde das bedingungslose Grundeinkommen für Sie ändern?
    Geld macht nicht alles besser, aber vieles, vieles einfacher.

    Was wären Sie gerne noch gefragt worden?
    Ich kann stundenlang erzählen, was mein Lieblingsessen ist. Ich esse so ziemlich alles, ziemlich gerne.

    Webseite/ Twitter: @KerstinKolumna



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